DAX gibt alle Gewinne wieder ab – Konjunkturdaten weder Fisch noch Fleisch

Der DAX rutscht erneut unter Druck, während gemischte US-Daten und eine schwache Airbus-Prognose die Märkte bremsen.

Das Bild kennen wir schon aus den vergangenen Wochen: Der DAX musste heute erneut alle seine Gewinne der vergangenen 24 Stunden abgeben und hat den Kampf um die Marke von 25 000 Punkten wieder aufgenommen. Schuld daran waren auch Unternehmensbilanzen, unter anderem die von Airbus. Das Unternehmen hat zwar gute Zahlen vorgelegt, konnte jedoch mit der Prognose für das laufende Geschäftsjahr nicht überzeugen. Während die Stimmung an der Frankfurter Börse alles in allem nicht schlecht ist, bleibt der Handel von ausgedehnteren Gewinnmitnahmen bei Einzelaktien dominiert.

Auch die Konjunkturdaten aus den USA beschrieben einmal mehr ein sehr gemischtes Bild der amerikanischen Wirtschaft. Das Handelsdefizit blieb mit minus 70,3 Milliarden US-Dollar weit hinter den erwarteten 55,5 Milliarden US-Dollar zurück und ergibt mit Blick auf den Handelsprotektionismus der USA kein gutes Gesamtbild. Der Philadelphia-Fed-Index dagegen stieg stärker an, als es vorher erwartet worden war, darf aber in der Gesamtbetrachtung nicht überbewertet werden. Und die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung lagen mit 206 000 unter den befürchteten 225 000 Anträgen. Damit hat sich der Abwärtstrend am US-Arbeitsmarkt aus dieser Sicht zumindest wieder etwas entschleunigt.

Für die Zinssenkerwartungen an die US-Notenbank waren diese Zahlen allerdings kein Katalysator. Die US-Notenbank hat derzeit kaum Argumente für zeitnahe geldpolitische Maßnahmen. Im Gegenteil: Im gestrigen Sitzungsprotokoll wurde sogar eine zunehmende Fürsprache für steigende Zinsen erkennbar. Die zuletzt vorgelegten inflationären Tendenzen haben das Stimmungsbild der US-Notenbanker dann doch mehr beeinflusst als der politische Druck aus Washington.

Auch die konjunkturelle Situation in Europa bleibt vorerst wechselhaft und ist noch weit von einer nachhaltigen Erholung entfernt. Bestenfalls befinden sich die Volkswirtschaften in einer Stagnationsphase und versuchen, eine Talsohle auszubilden. Zuletzt hatten positive Wirtschaftsdaten immer wieder für Konjunkturoptimismus gesorgt, der allerdings durch vereinzelte Unternehmensdaten nicht gestützt werden konnte.

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