DAX kommt nicht vom Fleck – Technologie-Aktien bremsen
Schwäche bei Tech-Schwergewichten hält den DAX unter Druck und dämpft die Erholung.
Viel Technologie steckt zwar nicht drin im DAX, aber wenn die wenigen Aktien Federn lassen müssen und wie im Fall von SAP und Siemens hoch gewichtet sind, dann kommt auch der Index nicht vom Fleck. Am Morgen mit guten Geschäftszahlen von Infineon noch mit einem Plus in den Handelstag gestartet, kippte im Verlauf die Stimmung wie schon gestern an der Wall Street, als Datenanalyse- und Software-Aktien die Indizes unter Druck brachten.
Nachbörslich enttäuschte dann noch AMD mit seiner Quartalsbilanz, und so hielt das Plus beim deutschen Konkurrenten Infineon heute auch nicht lange an. Die kurze Halbwertzeit der positiven Kursreaktion lässt auf eine weiterhin hohe Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen nach guten Nachrichten schließen – kein gutes Indiz für den Gesamtmarkt.
Zudem verlor die SAP-Aktie weiter an Boden, fiel unter das Tief nach den Zahlen in der vergangenen Woche und sendet damit statt eines Erholungs- ein weiteres Verkaufssignal. Diesem Abwärtsdruck konnte sich auch der DAX nicht entziehen und entfernte sich damit weiter von der psychologischen Hürde 25.000, die er gestern noch kurzzeitig überspringen konnte.
Nach den vergangenen turbulenten Handelstagen, allen voran bei den Edelmetallen, ist die Stimmung weiter hochnervös, was die aktuelle und zukünftige Risikoneigung der weltweiten Investoren angeht. Alles wird in den kommenden Tagen davon abhängen, ob die US-Big-Techs weiter in der Gunst des Großteils der Anleger stehen und nur einzelne Gewinne mitnehmen oder aber sich ein Verkaufstrend durchsetzt, der wegen der hohen Gewichtung trotz Rotation in andere Sektoren unter dem Strich zu weiter fallenden Indizes führt. Dass die eigentlich für Freitag geplante Veröffentlichung des monatlichen Arbeitsmarktberichts in den USA wegen des kurzen Shutdowns verschoben wird, schürt zusätzliche Nervosität unter den Investoren.

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