DAX kämpft weiter um die 25 000 – Risiken können nicht auf Dauer ignoriert werden
Der DAX bleibt nahe der 25 000er-Marke, doch geopolitische Risiken, Ölpreise und Bewertungsfragen im KI-Sektor rücken stärker in den Fokus.
Es geht weiter um die Frage, in welche Richtung sich der DAX noch vor dem Sommer von der 25 000er-Marke absetzen kann. Heute sollte der Index nur noch knapp darüber eröffnen.
Die europäischen Anleger können sich der positiven Handelsstimmung in Asien nicht anschließen. Getragen von der Hoffnung auf weitere Wirtschaftsförderungsprogramme erreichte der Nikkei erneut ein Rekordniveau. Wesentlich verhaltener ging es in China zu. Dort wurden in vielen Branchen Gewinne mitgenommen, sodass die Festlandbörsen zwar noch im Plus schließen konnten, die Börse in Hongkong jedoch im Handelsverlauf in die Verlustzone abdrehte.
Ob die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran immer noch laufen oder abgebrochen wurden, weiß zur Stunde wirklich keiner genau. Immer wieder kommt es zu gegenseitigen militärischen Angriffen, was die Ölpreise wieder in Richtung der 100-Dollar-Marke steigen lässt. Die Situation im Nahen Osten bleibt fragil und die Finanzmärkte müssen jederzeit mit neuem Gegenwind rechnen.
Noch ignorieren sie den Großteil der Probleme einfach oder prolongieren sie in die Zukunft. Die Hoffnungen auf einen baldigen Waffenstillstand im Iran haben viele Risiken überschattet. Zusätzlich halfen die Kurssteigerungen bei den KI- und Halbleiteraktien. Nun aber muss sich zeigen, wie viel Dynamik dieses sich selbst verstärkende Momentum noch entfalten kann. Eines Tages dürfte gerade in diesem Sektor die Bewertungsfrage gestellt werden.
Heute werden die Anleger auf die anstehenden Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und der Eurozone und die Erzeugerpreise achten. Zusätzlich stehen die ADP-Arbeitsmarktdaten und die Auftragseingänge der Industrie in den USA auf der Agenda. Aus technischer Sicht könnte sich der DAX heute in einer Handelsspanne zwischen 24 900 und 25 150 Punkten bewegen.

Seagate – der unterschätzte KI-Gewinner der Datenexplosion
KI braucht nicht nur Rechenleistung, sondern vor allem Speicher. Genau daraus entsteht für Seagate eine spannende Investmentstory.

