Koalitionsvertrag hilft DAX zu leichten Gewinnen / US-Wirtschaftsdaten am Nachmittag im Fokus Am frühen Morgen war die 17-stündige Marathonsitzung der CDU, CSU und SPD beendet und ein Koalitionsvertrag erreicht. In diesem wurden unter anderem die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns, Verbesserungen bei der Rente und die Erleichterung der doppelten Staatsbürgerschaft, beschlossen. Auch eine Pkw-Maut für Ausländer ist Bestandteil des Vertrags, allerdings herrscht hier weiterhin Uneinigkeit. Ganz aufatmen lässt sich noch nicht, denn ein schwarz-rotes Bündnis steht unter dem Vorbehalt, dass auch die SPD-Basis in einer Mitgliederbefragung zustimmt. Diese soll in der ersten Dezemberhälfte stattfinden. Dem DAX verhalf dies zu Gewinnen von gegenwärtig 0,36 Prozent* auf etwa 9.323 Punkte. Der MDax bleibt mit einem Plus von momentan 0,11 Prozent* dahinter. Der TecDax gibt 0,04 Prozent* auf gegenwärtig rund 1.147 Punkte ab. Neueste Zahlen zum Wirtschaftswachstum in Großbritannien zeigen eine Steigerung der Wirtschaftsleistung von 0,8 Prozent** im dritten Quartal, wie im Vorfeld erwartet. Das Wachstum wurde stärker von Investitionen und Immobilienbau getragen, da die Exporte um 2,4 Prozent** einbrachen. Gestern wurden für den amerikanischen Immobilienmarkt gute Zahlen veröffentlicht. Ein Index zu der Entwicklung von Wohnimmobilien in 20 US-Städten zeigt, dass die Preise auf den höchsten Stand seit Februar 2006 gestiegen sind, trotz steigender Finanzierungskosten. Bei den Zulassungen für Baugenehmigungen deuten die neuesten Zahlen ebenfalls auf eine Erholung hin. Wie das US-Handelsministerium am Dienstag mitteilte, stiegen sie im Vergleich zum Vormonat um 6,2 Prozent auf annualisiert 1,034 Millionen. Analysten*** waren nur von 930.000 ausgegangen. Die amerikanische Notenbank blickt genau auf den Häusermarkt, da sie die Reduzierung der Anleihekäufe von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig machen. Auf der anderen Seite fiel das Conference Board US-Verbrauchervertrauen mit 70,4 auf ein 7-Monats-Tief, da viele Amerikaner die Aussichten für den Arbeitsmarkt etwas pessimistischer einschätzen. Heute werden zahlreiche, wichtige Wirtschaftsdaten*** veröffentlicht. Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung fielen auf 316.000, nach 323.000 in der Vorwoche. Bei den Auftragseingängen für langlebige Güter im Oktober wurden 2 Prozent weniger Eingänge im Vergleich zum September vermeldet. Noch aus steht der Chicago Einkaufsmanagerindex, wo eine Abkühlung auf 60 Punkte gegenüber dem Vormonat erwartet wird. Und auch der Verbrauchervertrauensindex der Michigan Universität wartet auf seine Veröffentlichung. Hier erwarten Volkswirte einen moderaten Anstieg auf 73,5 nach 73,2 Punkten im Oktober. Der Dow Jones schloss gestern 0,1 Prozent* fester auf einem neuen Höchstwert von 16.072 Punkten. Der S&P 500 ging kaum verändert* mit 1.802 Zählern aus dem Handel. Der Nasdaq 100 wiederum konnte 0,53 Prozent* auf 3.445,76 zulegen. Vor der Markteröffnung handelt der Dow Jones gegenwärtig bei etwa 16.094 Punkten. Der S&P 500 steht momentan bei knapp 1.805 Punkten und der Nasdaq 100 notiert vorbörslich bei 3.453 Punkten. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber dem Vorquartal *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones zur Verfügung gestellt werden