DAX beginnt Woche mit neuem Rekordhoch / Iran-Deal wird gut aufgenommen Das vorläufige Abkommen, das zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten und Deutschland am Wochenende erzielt wurde, befeuert die Märkte. In dem Abkommen ist eine Lockerung von Sanktionen, beispielsweise im Öl-Sektor, vorgesehen. Investoren hoffen nun, dass langfristig auch iranisches Öl auf den Markt kommen und dies den Rohöl-Preis drücken könnte. Dies wiederum könnte der Weltwirtschaft zu Gute kommen. Die asiatischen Börsen haben in der Nacht zum Montag bereits mehrheitlich mit Kursgewinnen reagiert. Nachdem die letzte Woche bereits mit einem positiven Wochengewinn an den US-Börsen und deutschen Börsen geendet hatte, beginnt diese Woche direkt mit einem Rekordhoch für den DAX. Bereits kurz nach Markteröffnung ließ der deutsche Leitindex das alte Hoch bei 9.254 hinter sich und arbeitete sich zwischenzeitlich bis auf rund 9.323 Punkte vor. Gegenwärtig handelt er bei etwa 9.310 Zählern. Auch der MDax gewinnt und steigt auf momentan knapp 16.230 Punkte. Der TecDax zieht ebenfalls an und gewinnt etwa 0,6 Prozent auf rund 1.142 Zähler. Die Bullen konnten sich letzte Woche auf den siebten Wochengewinn in Folge im Dow Jones und S&P 500 freuen. Der Dow Jones Index schloss am Freitag 0,3 Prozent fester bei 16.064 Punkten. Vorbörslich wird er bereits bei knapp 16.118 Zählern gehandelt. Der S&P 500 ging am Freitag mit 1.804 Punkten aus dem Handel, wobei er gegenwärtig vor Markteröffnung bei knapp 1.809 Zählern steht. Der Nasdaq 100 steht momentan vorbörslich bei knapp 3.433 Punkten. Diese Woche könnten geringere Umsätze gesehen werden, da am Donnerstag die Börsen in den USA geschlossen bleiben und am Freitag ein Handel nur für wenige Stunden stattfindet. Dieser Freitag, der auch „Black Friday“ genannt wird, läutet die Weihnachtseinkäufe ein und stellt häufig den umsatzstärksten Tag im Jahr für die US-Einzelhändler dar. Somit dient er in gewisser Weise auch als Konjunkturindikator für die amerikanische Wirtschaft. Wichtige Wirtschaftsdaten für die USA stehen insbesondere am Mittwoch auf der Agenda. Während bei den Auftragseingängen für langlebige Güter im Oktober ein Rückgang von 1,6 Prozent erwartet wird, sehen Prognosen den Index zum Verbrauchervertrauen der Universität Michigan leicht ansteigen. Auch erhalten wir am Mittwoch Zahlen zu Erstanträgen auf US-Arbeitslosenunterstützung. Der Ölpreis (Brent) konnte sich nach dem Kurssturz direkt nach der Bekanntgabe des Iran-Abkommens etwas erholen und handelt gegenwärtig bei knapp 109,40 US-Dollar.