Der DAX startet mit einer extra Portion an geldpolitischem Koffein in die neue Woche.

Die japanische Notenbank hat ihr Anleihekaufprogramm fast verdreifacht. Im Notfall will sie sogar unbegrenzt Staatsanleihen kaufen. Das hilft den Nikkei wieder über die Break Even Schwelle des ETF Portfolios zu hieven, das die japanische Notenbank ebenfalls als Teil ihrer geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen angehäuft hat. Die japanische Notenbank ist indirekt bereits Großaktionär bei den meisten japanischen Unternehmen und ihr durchschnittlicher Kaufpreis für ETFs liegt bei 19000 Punkten und damit leicht unter dem aktuellen Kursniveau.



Die Deutsche Bank meldet einen Gewinnn vor und nach Steuern, was beides nicht erwartet wurde. Der Markt rechnete mit einem Verlust. Die Aktie steigt vorbörslich über 4%. Einen Kurssprung von 11% gibt es auch bei Lufthansa. Die Hoffnung auf ein Rettungspaket hilft der Aktie auf die Sprünge. Bayer liegt ebenfalls über den Erwartungen. Trotz Coronakrise lag das Ergebnis des Konzerns über den Erwartungen der Analysten. Bayer steigen vorbörslich um 2%. Adidas meldet hingegen einen Gewinneinbruch von 97%, auch gab Adidas weiterhin keinen Ausblick auf 2020. Die Aktie verliert vorbörslich rund 2%.

 

Warum wird diese Woche so wichtig?



In dieser Woche stehen eine ganze Reihe von weiteren Quartalszahlen an. Beginnen wird NXP Semiconductor, ein Zulieferer für Apple heute mit Quartalszahlen. Auch wenn NXP nicht sagen darf, wie gut oder schlecht die Lieferungen an Apple aussehen werden die Zahlen einen Hinweis darauf geben können, wie es mit Apples Bestellungen derzeit aussieht. Am Dienstag folgen AMD und Alphabet, zusammen mit Pfizer, Merck, 3M, Starbucks, Caterpillar und PepsiCo, am Mittwoch Facebook, Volkswagen, Daimler und Microsoft, am Donnerstag Amazon.com, Apple und Gilead sowie Lufthansa, Wirecard, Sixt, Deutsche Börse und BASF.

Eine ganz besonders große Rolle spielen die Kursreaktionen von Microsoft, Apple, Amazon, Alphabet und Facebook - diese fünf Unternehmen machen mittlerweile 22% der Marktkapitalisierung des S&P 500 Index aus. Diese Konzentration ist größer als sie es jemals gewesen ist. Wenn diese fünf Unternehmen also nicht mehr laufen könnte es zu einem Schwächeanfall im Gesamtindex kommen.



Am Freitag wird in Deutschland nicht gehandelt, in den USA findet allerdings regulärer Handel statt. Und heute erwartet der Markt noch das finale Endergebnis der Bilanzprüfung bei Wirecard. Das vorläufige Ergebnis hat die Wirecard Aktie bereits kräftig nach oben getrieben.