Welche Nachzügler haben die besten Chancen?

In dieser Woche stehen keine wichtigen Unternehmensdaten an, dafür rücken die Notenbanken in den Fokus der Anleger. So wird die EZB am Donnerstag verkünden, ob sie tatsächlich die ohnehin schon expansive Geldpolitik noch weiter lockert. Immerhin hat der DAX seit der Ankündigung von EZB-Chef Mario Draghi Ende Oktober rund zehn Prozent zugelegt. Nun muss Draghi liefern, sonst gibt es eine Enttäuschung. Ebenfalls am Donnerstag wird die Notenbankchefin der USA ihre Geldpolitik vor dem US-Kongress erläutern und eine Zinserhöhung verbal weiter untermauern. Sollten beide Notenbanken wie erwartet verfahren, dürfte der Dollar weiter zur Stärke und der Euro zur Schwäche neigen, was wiederum positiv für die exportdeutsche Wirtschaft ist. Dagegen ist die nach wie vor schwache Wirtschaftsentwicklung in China für diese Werte eine Belastung. In diesem Umfeld dürfte es daher schwankungsintensiv werden und Aktien-Nachzügler aus diesem Jahr ihre Chance bekommen. So wie bei VW, die in diesem Jahr mehr als 30 Prozent an Wert verloren haben und der drittschwächste Titel im DAX sind. Sollten die Kosten für die Lösung des Abgasskandals tatsächlich, wie VW-Chef Müller behauptet, überschaubar bleiben, dürfte sich die Aktie weiter stabilisieren. Am schwächsten in diesem Jahr sind E.ON und RWE gelaufen. Die beiden Versorger leiden erheblich unter der Energiewende in Deutschland, die zu deutlich sinkenden Strompreisen im Großhandel geführt hat. E.ON reagiert darauf und spaltet zum Jahresanfang 2016 die Kohle- und Gaskraftwerke sowie den Energiehandel in die neue Gesellschaft „Uniper“ ab. Bei E.ON bleiben das Ökostromgeschäft, die Strom- und Gasnetze und entgegen ursprünglichen Planungen auch die Atomkraftwerke. Investoren hoffen aber, dass sich die beiden Unternehmen im nächsten Jahr erholen und sich eigenständig besser schlagen werden als gemeinsam. Auch bei RWE denken die Verantwortlichen nach der gekappten Jahresprognose über eine Abspaltung nach. Das könnte die Aktie vermutlich stärker beflügeln als unterstützende Maßnahmen der EZB. Als Nachzügler des Jahres 2015 dürften daher VW und E.ON die besten Chancen haben, um von einer positiven Entwicklung im DAX zu profitieren. Disclaimer: Die o.g. Inhalte werden von Feingold Research, einem externen Partner zur Verfügung gestellt. Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.