Bei Turbulenzen am Aktienmarkt oder bei geopolitischen Unsicherheiten setzen viele Marktteilnehmer auf Gold. Die weit verbreitete Meinung über das Edelmetall: krisensicher und nachhaltig. Seit dem Sommer 2013 hat sich der Kurs langfristig kaum verändert. Er pendelte zwischen 1150 und 1350 US-Dollar pro Feinunze. Wie könnte sich der Kurs bis Jahresende noch entwickeln? Ist es nun Zeit für ein langfristiges Comeback?

Saisonal gesehen ist der Oktober ein schwacher Monat. Da diese Statistik jedoch Daten von 1986 bis 2016 berücksichtigt, gibt es immer wieder Jahre in denen sich der Kurs völlig von der langfristigen Statistik abkoppeln kann. Das Bild zeigt auch, dass der Goldkurs im September durchschnittlich sehr stark performt, aber in 2018 war dieser Monat von einer Seitwärtsbewegung geprägt.

Bei einer charttechnischen Investitionsentscheidung kann die Auswahl eines Basiswertes anhand des Top-Down-Ansatzes analysiert werden. Hierbei wird zuerst die größere Zeiteinheit und dann die kleinere analysiert. In dieser Analyse wird der Wochen- und der Tageschart unter die Lupe genommen.

Chartanalyse:

Der Kurs fiel ab April bis August 2018 um 12% von 1355 bis 1180 US-Dollar. Am Wochenchart verläuft eine Unterstützung bei 1.179 US-Dollar. Gleichzeitig wird der Kurs durch die untere Begrenzung des Trendkanals auf diesem Level unterstützt. Auf dieser Kreuzunterstützung hat der Kurs in der zweiten Oktober-Woche Käufer gefunden und nachdem der Kurs in der ersten Wochenhälfte gefallen ist, konnte er bis zum Wochenschluss um 3 5% zulegen. Der nächste technische Widerstand verläuft bei 1.236,50 Punkten. Kann dieser auch überwunden werden, dann könnte der Kurs bei 1.281 und 1.306 weiter steigen. Schafft das gelbe Edelmetall auf ein neues Jahreshoch über 1.365 zu steigen, dann könnte die 1.500er Marke als nächstes Kursziel herangezogen werden.

Sollte der Kurs jedoch wieder unter 1.179 fallen, dann würde der Aufwärtstrendkanal seine Rolle verlieren und es könnten Kursabgaben bis 1.124 und 1.053 folgen.

Wie bei jedem Basiswert erfolgt ein Anstieg oder ein Kursrückgang meistens nicht linear sondern wird von Rücksetzern (Korrekturen) unterbrochen.

Am Tageschart wurde bei 1.211 eine Unterstützungszone ausgebildet. Der Widerstand bei 1.236,50 ist in greifbarer Nähe. Dort muss beobachtet werden, wie sich der Kurs verhält. Trifft der Kurs auf weitere Käufer oder wird er von Verkäufern geblockt. Charttechnische Ziele bei steigenden Kursen sind am Tageschart ident mit dem vom Wochenchart. Sollte der Kurs jedoch erneut unter 1.211 fallen, dann könnte der Kurs seinen Abwärtstrend wiederaufnehmen. Dann würden Kursziele bei 1.182, 1.160 und 1.130 spruchreif werden.

Da der Bullenmarkt bei den Aktienindizes bereits seit 9 Jahren anhält und die ersten Korrekturbewegungen von den Märkten bereits vollzogen wurden und viele Experten eine deutliche Aktien-Korrektur erwarten, könnte ein Long-Einstieg beim Gold auch fundamental unterstützt werden. Holen Sie sich immer Feedback vom Markt. Keiner weiss es, ob und wie weit ein Kurs steigen oder fallen kann. Keiner kann alle Interessen im Markt kennen. Im Kursverlauf sehen Sie Angebot und Nachfrage. Die meisten erfolgreichen Börsianer verwenden bei ihren Investitionsentscheidungen eine gesunde Mischung von Fundamentaldaten und technischer Analyse. 

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