Handelskrieg: Flucht in Sicherheit setzt ein

Silber ist gerade dabei nach oben auszubrechen und das könnte sich zu einer großen Story entwickeln weil Anleger sich auf die Edelmetalle stürzen in der Hoffnung, dort Schutz vor dem Fallout des Handelskriegs zu finden. Wir haben es mit einem Klimawandel zu tun in der globalen Handelspolitik und das drückt sich nirgendwo stärker aus als bei den Edelmetallen. Der Goldpreis ist das erste Mal seit April 2013 wieder nahe 1500 Dollar.

China wertet Yuan weiter ab

Der Dollar scheint nicht wieder abzuwerten gegenüber dem Yuan, die Grenze von 7 ist immer noch überschritten und damit gehen Trump langsam aber sicher auch die Werkzeuge aus, die Chinesen unter Druck zu setzen, denn mit jedem neuen Strafzoll werten die einfach ihre Währung weiter ab, um dem Druck aus Washington zu entgehen. JP Morgan meint Dollar/Yuan könnte auf 7,35 steigen bis zum Jahresende, weil die USA die Strafzölle auf 25% erhöhen könnten.

Zentralbanken könnten Geldpolitik weiter lockern

Die Zentralbanken werden zu Gefangenen der populistischen und protektionistischen amerikanischen Politik und müssen, um ihre Mandate zu erfüllen, die Geldpolitik weiter lockern. Aber die Zentralbanken sind nicht allmächtig und was bringt es schon, wenn die EZB die Zinsen noch tiefer sinken lässt - es will doch keiner investieren, wenn die Welt sich in einen Handelskrieg begibt. Da hilft es doch auch nicht wenn die Zinsen noch tiefer sinken. Vor allem auch deshalb, weil niemand mehr damit rechnet, dass der Handelskonflikt bald gelöst werden kann. China kauft offenbar ganz gezielt US-Dollars, um die eigene Währung zu schwächen. Investitionen könnten auch deshalb ausbleiben, weil die Zinskurve bei amerikanischen Staatsanleihen weiter absinkt und sich damit immer stärker in Richtung Rezessionssignal bewegt.

Kursrutsch bei Disney Aktie belastet DAX-Ausblick

Disney hat gestern die Erwartungen des Marktes nicht erfüllt und die Disney Aktie sank nachbörslich um 3,7% - das kostet den Dow 35 Punkte. Kein großes Drama, aber das drückt heute auch auf die Stimmung. Der DAX ist für den Moment neutral zwischen 11336 und 11702 Punkten - erst ein Bruch einer der Grenzen könnte Bewegung bringen. Sie sehen aber der Germany 30 Cash war schon bei fast 11336 Punkten - das hat man am Gesamtmarkt gar nicht so mitbekommen dass der Index so tief gesunken war - bei CMC Markets hat man das im Blick gehabt und konnte es ggf handeln, da man den Germany 30 bei CMC auch nachts handeln kann.