Immer mehr Staaten lockern ihre Lockdown-Maßnahmen und damit kehrt die Hoffnung auf eine baldige wirtschaftliche Erholung zurück an die Märkte. Am Aktienmarkt gibt es drei Kisten, in die Aktien verteilt wurden. Jene, die sich anpassen können, jene, die sogar profitieren und jene, die als Verlierer der aktuellen Situation angesehen werden. Die Aktien mit der größten Marktkapitalisierung - Amazon, Apple, Facebook, Alphabet und Microsoft - sind eher Gewinner der Krise oder können sich anpassen, während die Unternehmen mit der geringeren Marktkapitalisierung - Airlines, Autohersteller, Zulieferer, zu den Verlieren zählen.

Das ist auch der Grund, warum die Krise in den Marktindizes weniger stark auffällt. Technisch betrachtet attackiert der Germany 30 Cash Index jetzt 10681 Punkte - gelingt die Eroberung dieses Preisbereichs als Unterstützung gebe es die Chance für einen bullischen Druckaufbau. Dann könnten Versuche beginnen die Seitwärtsspanne nach oben zu verlassen. Darunter droht ein erneuter Rutsch an die Kanaluntergrenze, die bei 10449 Punkten eine technische Unterstützung hat.



Die niederländische NXP Semiconductors meldete gestern nachbörslich Quartalszahlen und stieg um 4%. Der Apple-Zulieferer sieht sich in einem sehr schwammigen und herausfordernden Marktumfeld und man arbeite mit den Partnern sehr engmaschig zusammen, um herauszufinden, wie sich die Endkundennachfrage entwickle. Der Chipsektor ist ein wichtiger Sektor auch für den DAX, da er als Frühindikator für den Gesamtmarkt von vielen Tradern angesehen wird. Im iShares Philadelphia Semiconductor ETF sind wir gerade in einer möglichen Ausbruchssituation. Mit den Quartalszahlen von AMD heute nach Börsenschluss könnte hier eine Richtung in den Markt kommen. AMD ist nur rund 5% von seinem Allzeithoch entfernt.