Die weltweiten Börsen befinden sich im Steigflug. Die Zahl täglicher Neuinfektionen in Deutschland und in anderen Ländern gehen zurück. Der Lockdown zeigt Wirkung. Wenngleich die Bundesregierung davor warnt, dass der Höhepunkt der Coronaviruskrise nicht erreicht ist, spricht der amerikanische Präsident vom "Licht am Ende des Tunnels". Die Märkte versuchen den Zeitpunkt abzupassen, an dem es zu Bodenbildungen kommen kann. Die gute Nachricht aus der letzten Woche ist, dass es trotz Verkäufen und Rückläufen zu Einstiegen überzeugter Käufer gekommen ist. Die technische Situation habe ich im Interview mit Antje Erhardt von Aktionär TV besprochen:

Im Germany 30 Cash hat sich in der letzten Woche ein möglicher Punkt 2 eines 123-Tiefs entwickelt. Er sank nicht unter 9361 Punkte und vermied damit die Aktivierung eines 123-Tops, das Startpunkt für eine zweite Verkaufswelle hätte sein können.

Es sind überzeugte Käufer eingestiegen. In einzelnen Beispielen kann man etwa den Münchner Milliardär Heinz Hermann Thiele als Beispiel eines überzeugten Käufers nennen, der trotz schlechter Nachrichten bei 8,90 Euro Lufthansa-Aktien kaufte. Das ist aber nur ein Name - an der Börse handeln anonyme Marktteilnehmer miteinander und was man erkennen kann ist die Chance auf eine Bodenbildung als Ergebnis dieser Verhandlungen.

Nun kommt es darauf an, dass die Bodenbildung im Germany 30 Cash abgeschlossen wird. Das wäre bei einem Tagesschlusskurs über 10142 Punkten (23 Uhr) der Fall. Auf diese Marke gilt es in dieser Woche aus charttechnischer Sicht also besonders zu achten.