Bunte Wahlplakate an Straßen und öffentlichen Plätzen verraten: Es ist Wahlkampf. Auch mein aktueller Kommentar bleibt nicht unpolitisch. Ein unkonventioneller charttechnischer Blick auf die Erfolgschancen von Parteien und Koalitionen.

Wer die Zeitungsberichte in den vergangenen Tagen über Jamaica oder Ampelkoalitionen verfolgt, könnte von der plötzlichen politischen Experimentierlaune der Deutschen in höchstem Maße verwirrt worden sein. Ich kann sie aber beruhigen: Alles bleibt beim Alten. Das zeigt zumindest der Verlauf der Umfrageergebnisse, wenn man sie nach den möglichen Koalitionen kumuliert und die fertigen Charts dann gegenüberstellt.

Auch wenn sich der eine oder andere ob des wechselhaften und teilweise sogar kalten Sommerwetters ein wenig Jamaica nach Deutschland wünscht, zeigen die Zustimmungswerte einer Schwarz-Gelb-Grünen Koalition (grüne Kurve im Chart) zwar seit Jahresbeginn aufwärts, aber ebenso wie die Ampel-Koalition aus SPD, CDU und Grünen seit 2015 abwärts. Wenngleich sich seit Jahresbeginn ein Wechselbad der Gefühle ablesen lässt, ist die große Koalition aus SPD und Union zumindest mehr oder minder seitwärts gelaufen – aufgrund der Flüchtlingskrise mit zwischenzeitlichen Durchhängern.

Kumulierte Umfrageergebnisse aus Ampel (rot), GroKo (blau) und Jamaica (grün)

Bei der Jamaica-Koalition könnte es am Ende sogar an der Mehrheitsfähigkeit scheiten. Fakt ist: Nur die große Koalition erreichte in diesem Jahr einen zwischenzeitlichen Anstieg auf Mehrjahreshochs, während die anderen darunter zurückblieben.

Was die einzelnen Parteien angeht, zeigt lediglich die FDP einen klaren Aufwä rtstrend. Der Schulz-Effekt bei der SPD kann als klarer Fehlausbruch gewertet werden, während die AfD bei 8,5 Prozent am 50%-Retracement des Anteils angelangt ist, welcher der Partei während der Flüchtlingskrise in den Wahlumfragen zugeströmt war. Die CDU brach im Jahr 2015 die Unterstützung bei 40 Prozent, aus der jetzt ein Widerstand wird. Schlägt der Versuch fehl, den Widerstand zurückzuerobern, könnten die Zustimmungswerte für die Union ab jetzt wieder zurückgehen. Ein „bärischer Abpraller“ droht. 

Aber generell bei charttechnischen Analysen gilt auch hier unser Risikohinweis: Informationen über die Wertentwicklung in der Vergangenheit sind nicht als verlässliche Hinweise auf die künftige Wertentwicklung zu verstehen. Das Rennen für die Bundestagswahlen 2017 ist eröffnet.

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