Eine deutliche Breitseite wurde gestern durch die Ratingagentur Fitch auf Großbritannien abgefeuert. Zusammen mit Moody´s ist das Land nun bereits durch zwei Agenturen im Vorfeld des für nächste Woche anstehenden Haushaltsberichts gewarnt worden, obwohl das Tripple „A“ vorerst noch gilt. Gegenstand der neuerlichen Einschätzung ist, dass das Land immer weniger Spielraum hat, was Budgetfragen und Neuverschuldungen angeht.
Das britische Pfund zeigte sich von dieser Warnung unbeeindruckt. Aber man sollte nicht vergessen, dass bereits vor einem Monat Moody´s mit dieser Ansicht vorpreschte und die Ratingagenturen insgesamt nicht mehr für große Überraschungen an den Märkten sorgen.

Derweil brodelt es weiter in der Eurozone, wo nun nach Italien auch Spanien die Blicke auf sich zieht. Bei den Renditen für zehnjährige Anleihen verzeichnete es einen Anstieg wieder über die Marke von 5,10%. Im weiteren Tagesverlauf wird das Land Anleihen im Wert von 3,5 Mrd. Euro herausgeben vor dem Hintergrund seiner schrumpfenden Wirtschaftsleistung und wachsendem Druck seitens der EU, für das Jahr 2012 seine Schuldenquote in Bezug auf sein BIP auf 5,3% zu drücken.

Das zweite Rettungspaket für Griechenland wurde gestern formell besiegelt. Interessant war hierbei die Aussage des Kommissions-Präsidenten Barroso, der weitere Sparauflagen für Griechenland vorerst verneinte. Dem steht der lancierte Bericht der Troika entgegen, welcher zusätzliche Anstrengungen und Einschnitte bereits für Mai fordert. Da diese zeitlich direkt nach den griechischen Wahlen erfolgen müssten ist hierfür zunächst einmal eine funktionierende stabile Regierung vonnöten, welche, glaubt man den derzeitigen Prognosen, keinesfalls gesichert ist.

Für die USA stehen weitere gute Nachrichten an. Heute werden die neuesten Erwerbslosenmeldungen sowie auch einige Fundamentaldaten aus dem produzierenden Gewerbe wie zum Beispiel der Report der Philadelphia Fed und der Empire Manufacturing Index für den Monat März veröffentlicht.