Das neue Allzeithoch im DAX kam über Nacht. Eine neue Zählweise, in der Patienten mit Symptomen aber negativem Test-Ergebnis nicht mehr in der Statistik auftauchen hat die Zahl der landesweiten Neuinfektionen in China am gestrigen Tag auf 349 schrumpfen lassen. Am Tag zuvor waren es noch 1693 Infektionen. Der DAX reagierte mit einem Freudensprung auf ein neues Allzeithoch. Dann kam es zum Abverkauf. Zu sehr scheint die neue Zählweise danach zu klingen, dass hier der Wunsch der Vater des Gedanken ist. Der Wunsch, das Thema Virus für die chinesische Volkswirtschaft endlich abzuhaken. Aber entspricht das der Realität? Man kann es nicht sagen. China lässt nach wie vor keine ausländischen Behörden und Helfer ins Land. Man muss dem glauben, was berichtet wird. Und man muss sich an dem orientieren, was die Preise machen. Hierzu mehr in dieser Analyse.

Was über Nacht geschah

Die Flut hebt alle Boote

Die Erzählung zum aktuellen Marktgeschehen lässt sich schnell umreißen. Der Nasdaq steigt auf ein neues Allzeithoch, Apple wird trotz Gewinnwarnung gekauft und an den Börsen feiert man gleichzeitig schon die Nachfolger der FAANG-Techaktien (Facebook, Apple, Amazon, Netflix, Google) in Form der BAANG-Goldminenaktien Barrick, Agnico-Eagle, Franco-Nevada, Gold Fields. Sie steigen kräftig und Gold erreichte gestern um 5 Minuten vor Börsenschluss in New York den höchsten Stand seit dem Jahr 2013. Der Hintergrund ist klar: Mehrheitlich rechnen Anleger damit, dass die Zentralbanken - allen voran die amerikanische Notenbank - und Regierungen weltweit gegen die durch das Virus ausgelöste Wachstumsschwäche etwas unternehmen werden. Die Geld- und Fiskalpolitik könnte sich also erneut freikaufen von einem Abschwung - der Preis dafür sind fallende Zinsen. Das nimmt Gold vorweg und Aktien profitieren ebenfalls, da damit das Szenario eines Endes der Gewinnrezession im S&P 500 Index mit möglicherweise wieder zweistellig prozentual wachsenden Profiten zum Jahresende wieder glaubhafter würde. 

Hier der Goldpreis im Stundenkerzenchart. Es wird heute wichtig sein, dass der Goldpreis keinen Stundenschlusskurs unter der gestrichelten Linie generiert. Sonst droht ein 123-Top.

DAX: Noch mehr Allzeithochs?

Ein neuer Tag - ein neues Allzeithoch. Das ist das Motto im DAX. Wer hätte das vor einem halben Jahr gedacht, als sich die Börsenwelt fest im Klammergriff von Rezessionsängsten befand. An der Börse wechselt das Wetter schneller als an der Nordseeküste. So ist die Natur der Börse. Im einen Moment scheint die Sonne und man steht kurz vor einem Sonnenbrand. Im anderen bekommt man ein Hagelkorn auf den Kopf. Wer die Hitze in der Küche nicht aushält muss warten bis er draussen bedient wird. Aktives Trading bedeutet immer flexibel bleiben zu können. Darüber haben wir in der Privathändlerausbildung sehr viel gesagt.

Kommen wir aber zum heutigen möglichen Trading-Setup: Im heutigen Handel könnte es um einen neuralgischen Punkt bei 13723 Punkten gehen. Ohne neues Allzeithoch und bei einem Schlusskurs darunter droht ein neues 123-Top. Es gilt also heute genau auf diese Marke zu achten!

Ölpreis mit Bodenbildung

Die Bodenbildung im Ölpreis WTI Cash ist abgeschlossen und über 51,85 USD intakt. Man kann sich an den eingezeichneten Fibonacci-Marken orientieren, um mögliche Widerstände und Unterstützungen erkennen zu können. Die Charts in dieser Analyse finden Sie ebenfalls im Chart-Forum. Von dort können Sie die Charts mit einem Klick in Ihr persönliches Layout der Handelsplattform ziehen. Für einen Zugriff zum Chart-Forum benötigen Sie ein Demo- oder Live-Konto bei CMC Markets.