DAX Kurs vor Rally auf 14500 Punkte?

Man könnte meinen dass es fast schon gut ist dass China sich mit den USA im Handel streitet weil die EU und Deutschland in der Zeit ihre Ruhe haben aber die Gespräche mit den USA stehen nun langsam aber sicher an, unser Wirtschaftsminister Altmaier sagte heute Morgen gegenüber der Presse, dass die Gespräche mit den USA hart werden würden, aber dass der weltweite Wirtschaftsabschwung die Wahrscheinlichkeit erhöhe, dass man auf einen gemeinsamen Nenner finden kann. Trotzdem könnte der DAX kräftig steigen.

Hürde Euro-Manipulations-Vorwurf

Schwierig wird es vor allem auch deshalb, weil Trump glaubt, die EZB manipuliere den Euro und schwäche ihn und technisch schafft der Euro es zum Dollar seit Mitte Ende Juli nicht mehr über die rote Linie bei 1,1215 und damit ist die Charttechnik-Ampel auf Rot. Wenn dann am 12. September die EZB die Geldpolitik in bisher nicht da gewesener Form lockert könnte der Rutsch des Euro sich beschleunigen und das dürfte die Gespräche mit den USA nicht gerade erleichtern.

Australien rechnet mit einer schwächeren Währung

In Australien wünscht man sich derweil ebenfalls eine schwächere Währung, der stellvertretende Notenbankgouverneur Debelle rechnet mit einem weiter sinkenden australischen Dollar und das ist für Trader interessant weil der AUD zum USD einerseits bereits kräftig sank und einen Abwärtstrend ausbildete und anderenseits an einer zentralen Unterstützung festhängt. Geht es da drunter entscheidet die Psychologie, wie es weitergeht, die Unterstützung hier kann man auf jeden Fall im Blick behalten.

Oder ist der starke Dollar die Ursache?

Ob sich die Amerikaner überhaupt gegen einen zu starken Dollar zur Wehr setzen können, jetzt wo Dutzende und Hunderte Milliarden Dollar an Auslandsgewinnen von US-Firmen wegen Steuergeschenken zurück in die USA gebracht werden? Eine mögliche Antwort darauf könnte man auch von den langlaufenden, 30 jährigen amerikanischen Staatsanleihen erhalten. Die haben einen Fehlversuch gelandet ein neues Hoch auszubilden, aber bei dem Rücksetzer gestern auch nur halbherzig ein Top ausgebildet. 

Chinas Wirtschaft stabilisiert sich

Chinas Industriegewinne wuchsen im Juli gegenüber Vorjahr wieder, und zwar um 2,6%, wo ein Rückgang um 3,1% erwartet wurde. Das sind neue Daten aus dem Reich der Mitte, die zeigen, dass die Strafzölle des US-Präsidenten einer konjunkturellen Stabilisierung in China derzeit nichts anhaben können. Die Stabilisierung chinesischer Konjunkturdaten ist gut und könnte zeitlich verzögert bei uns ankommen. Chinas Festlandaktien stabilisieren sich weiter und liegen ein Viertel Prozent im Plus, seit Anfang August ging es hier 7% nach oben.

Wall Street Bullen wie seit Jahren in den Startlöchern

Der DAX ist gestern kräftig gestiegen, hat dabei aber nur seine neutrale Handelsspanne, die ihm zusteht, dabei ausgenutzt, der Index muss jetzt über 11835 Punkte, um sich Platz zu schaffen. Lohnenswert ist derzeit ein Blick auf diese Megafon Formation im S&P 500 Index. Der Index muss wieder über 2941 Punkte, um sich Platz zu schaffen nach oben - diese Formation wurde bereits nach oben aufgelöst, was ein Ziel 24% höher bei 3561 Punkten andeutet. Im Nasdaq 100 Index sieht man eine ähnliche Formation, die ein Kurspotenzial von 26% entfalten könnte. Ein Plus von einem Viertel würde den DAX Kurs auf 14500 Punkte hieven - sind Anleger derzeit also viel zu pessimistisch?