Brexit-Gipfel startet

Einen schönen guten Morgen und herzlich willkommen zu dem Tagesausblick bei CMC Markets, den wir heute beginnen möchten mit einem Blick auf Brüssel - denn dort finden heute die Staats- und Regierungschefs zusammen um über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zu beraten. Offenbar hat Boris Johnson bereits einen sehr frühen Flieger genommen nach Brüssel, um dort vor Ort zu sein und wenn man den Einlassungen von gestern von beiden Seiten trauen kann dann haben die sich ein großes Stück angenähert und es könnte - so heißt es von EU Seite aus - heute durchaus eine Einigung geben, gleichwohl gebe es aber - wie soll es anders sein - auch noch eine Reihe von offenen und strittigen Fragen, die noch geklärt werden müssen.

DAX: Ein neuer Brexit-Schub?

Für Trader bedeutet das heute Morgen, das wir durchaus einen weiteren positiven Brexit-Impuls im DAX bekommen könnten, und um das Potenzial für den Deutschen Aktienindex für einen solchen positiven Impuls abzuschätzen kann man sich orientieren an Projektionen aus einem 123 Tief, das wir im August dieses Jahres ausgebildet haben. Ein mögliches Ziel aus diesem Boden steht bei 12.804 Punkten im Markt das heute bei einem Freudensprung nach oben möglicherweise erreicht werden könnte. Da es sich dabei um einen so genannten neuralgischen Punkt handelt, also ein Kursziel dort ist kann es dort dann auch zu Gewinnmitnahmen kommen - das also bitte beachten, dass solche Kurszielmarken auch gleichzeitig Widerstände sein können. Sollte es zu einer negativen Überraschungen kommen und eine Einigung erste Mal nicht stattfinden dann wäre nach unten 12.441 Punkte ein mögliches Ziel, dort steht eigentlich noch einmal der Test aus ob dieser dort liegende ehemalige Widerstand eine neue Unterstützung werden könnte.

Türkische Lira: Neuer Flash-Crash voraus?

Die Vereinigten Staaten verhängen Sanktionen gegen die Türkei und das Wirtschaftsministerium der Türkei kündigt an, Sanktionen gegen die USA verhängen zu wollen, wie auch immer die aussehen sollen. Der amerikanische Präsident ist, was seine Bereitschaft zu militärischen Abenteuern anbelangt zurückhaltend, was ihn unterscheidet von seinen Vorgängern. Das kann auch daran liegen dass die Vereinigten Staaten sich mittlerweile fast autark mit Öl und Gas versorgen und somit eine Versorgung mit Öl aus dem Nahen und Mittleren Osten nicht mehr so notwendig ist wie in der Vergangenheit. Dadurch entsteht ein Machtvakuum, und die Auswirkungen sehen wir gerade. Die türkische Lira befindet sich bei 6,53 in einem Bereich zum Euro, in dem es im August einen Flash Crash gegeben hat. Der Widerstand bei 6,5344 türkischen Lira pro einem Euro konnte bisher nicht überschritten werden und es ist jetzt interessant genau dieses Niveau zu beobachten. Bricht es könnte es zu einem erneuten dynamischen Anstieg des Währungspaars Euro zur türkischen Lira kommen - andernfalls etabliert sich genau dort ein Widerstand.

Netflix: Das Vertrauen kehrt zurück

Netflix hat gestern gute Quartalszahlen gemeldet nach dem enttäuschenden Abonnenten Wachstum des zweiten Quartals wieder zu alter Stärke zurück gefunden, und bevor jetzt die Kriege im Streaming Bereich von Videos beginnen da ja auch Apple plus und Disney plus starten werden im vierten Quartal steht Netflix jetzt erstmal gut da, sogar besser als erwartet, die Aktie steht nachbörslich um fast 10 % im Plus bei 314,50 $ und ist damit in den Bereich des 261%  Erweiterungsziels aus einem Boden, der zum Monatswechsel September Oktober sich gebildet hat. Sollte die Aktie heute über 312,91 $ schließen bestünde Potenzial für einen weiteren Anstieg in den Bereich von zwei 334-338 $. Andernfalls droht hier einen Rutsch noch einmal in den Test der 300 $ Marke.

Was heute noch wichtig wird

Ansonsten wird es heute keine wichtigen Quartalszahlen aus der ersten Reihe geben. Aus den USA kommen heute wichtige Daten zur Industrieproduktion und zum Bausektor alles das am frühen Nachmittag und 10:30 Uhr kommen noch die Einzelhandelsumsätze aus Großbritannien und insgesamt kann man sich das britische Pfund heute engmaschig im Blick behalten, das natürlich bei einer Einigung in Brüssel zum Brexit zu entsprechenden Kursreaktion im britischen von kommen kann.

Nach einer Bodenbildung am 3. September in britischen Pfund zum US-Dollar ist das Währungspaar bereits schon sehr weit gelaufen und es droht hier durchaus in diesem Bereich in dem wir uns jetzt befinden möglicherweise eine technische Ü berhitzung. Ein richtiges Signal für eine Trendwende gibt es allerdings in britischen Pfund zum US-Dollar derzeit noch nicht, diese Situation wenn man sein engmaschig anschauen in der Livestream Sendung ab 9:00 Uhr. Bis dahin ich freu mich wenn sie einschalten!

Die Charts zur heutigen Sendung finden Sie im Tagesausblick-Video: