Der DAX fällt wie ein Stein. Die Virus-Situation ist schwer einschätzbar. Daher ist es auch offen, wie die Situation sich weiter entwickelt. Anleger drücken auf den Verkaufsknopf und setzen sich auf die Seitenlinie, um abzuwarten. Von Risikobereitschaft keine Spur. Technisch ist auch heute Morgen keine Bodenbildung im DAX zu erkennen. Die Wahrscheinlichkeit für Zinssenkungen bis zum Jahresende in den USA sind auf 96% gestiegen. In Hongkong gibt es Helikoptergeld für alle Erwachsenen. Ist das ein Hoffnungsschimmer oder nur Ausdruck der zunehmend verzweifelten Situation rund um das Virus?

Was über Nacht geschah

Technische Orientierung im DAX

Wir sehen auch heute Morgen keine klare Bodenbildung. Erst ein klarer Schlusskurs per Stundenende über 12727 Punkte ohne voriges Tief würde ein 123-Tief aktivieren. Wir hatten Schlusskurse. Diese waren allerdings von Zweifel erfüllt. Es gab keinen klaren Schlusskurs über dieser Marke. Damit drohen mögliche neue Tiefs und eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung.

Aufgrund des hohen Schwungs der Abwärtsbewegung kann es sinnvoll sein, in eine größere Zeitebene umzuschalten, um mögliche Unterstützungen und Widerstände zu erkennen. Wir sehen die 200-Tage-Linie bei 12778 Punkte als möglichen Widerstand, außerdem die dort in der Nähe liegende 161,8% Fibonacci Preisextension des Bodens vom August. Sie liegt bei 12804 Punkten. Unterstützend könnte heute bei einem weiteren Ausverkauf 12441 Punkte und die dortige Fibonacci-Marke wirken.

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Gold arbeitet an Trendwende

Die mehrtägige Korrektur im Gold, vermutlich ausgelöst durch ein zu schnelles Ansteigen in zu kurzer Zeit, könnte enden. Ein Stundenschlusskurs über 1646,34 USD/Unze aktiviert ein 123-Tief, ein Unvermögen darüber zu schließen ermöglicht bärischen Druckaufbau mit möglicherweise weiter sinkenden Goldpreisen.