Als die Marktforscher des amerikanischen Conference Board Ende August 2017 eine repräsentative Zahl amerikanischer Erwachsener nach ihrer Einschätzung über die Aktienmarktentwicklung befragten erhielten sie das erstaubliche Ergebnis, das sich 80% der Befragten nicht vorstellen können, dass der Aktienmarkt in zwölf Monaten tiefer notieren könnte, als heute. Derart hohe Optimismuswerte gab es zuletzt vor ziemlich genau zehn Jahre, im Jahr 2007, dem Beginn der Finanzkrise.

Das ist insofern erstaunlich als dass Investoren an der Wall Street für jeden Dollar, den eine börsennotierte Aktiengesellschaft in den vergangenen zwölf Monaten verdiente, leicht über 21 Euro über den virtuellen Ordertisch schieben. Ähnlich aufgebläht waren die Bewertungen nur in einem Viertel der Geschichte der New Yorker Aktienbörse.

Statistiker, die lange Zeitreihen nach zyklischen Regelmäßigkeiten untersuchen, warnen seit geraumer Zeit. Ihre unheilvolle Botschaft: Jene Jahre, die mit einer "7" enden - wie 2007 oder 2017 - bringen scharfe Korrekturen. Optisch lässt sich dieser Dekadenzyklus ganz gut an den Chartreihenuntersuchungen von Dimitri Speck von seasonalcharts.de erfassen.

Dow Jones 10-JahreszyklusQuelle: seasonalcharts.de

Frappierend ins Auge sticht der steile Rutsch in der zweiten Jahreshälfte des 7er Jahres. Der Trost: Nach der Korrektur berappeln sich die Kurse wieder. Dass ein Einbruch, sollte er denn kommen, abrupt sein könnte, dafür spricht auch die aktuelle Marktphase. Wir befinden uns im DAX in einem übgeordneten Bullenmarkt. Bullenmärkte haben die Angewohnheit langsam und gemächlich steigender Kurse, die unterbrochen werden durch abrupte, oft auch starke Kurseinbrüche, die sich in relativ kurzer Zeit ereignen. 

DAX an zentraler Unterstützung

Die letzte echte Korrektur im DAX fand vor einem Jahr zwischen 10804 und 9981 Punkten statt. Eine vollständige Auskonsolidierung nach markttechnischer Sicht wäre erst gegeben, wenn der DAX wieder auf oder in diesen Bereich korrigieren würde. Gegenüber dem DAX-Stand von 11941 Punkten würde dies einer weiteren Korrektur von 9-16% bedeuten. Gegenüber dem bisherigen Allzeithoch im DAX von 12953 Punkten am 20. Juni 2017 würde dies einer Gesamtkorrektur von 16-23% entsprechen. Dies würde weder den Aufwärtstrend gefährden noch wäre es untypisch für Bullenmärkte. Kurzfrist-Trader achten jetzt auf die Kreuzunterstützung bei 11941 Punkten. Ein Tagesschluss unter diesem neuralgischen Punkt könnte eine Beschleunigung der Korrektur nach sich ziehen.

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