In Paris findet die Internationale Luftfahrtschau statt und Berichten zufolge soll Airbus dort 123 neue Flugzeugbestellungen an Land gezogen haben. Für Boeing gab es hingegen keine einzige. Folglich ist die Airbus-Aktie gestern auf ein Allzeithoch ausgebrochen, während die Aktie von Boeing 20% unter ihrem Allzeithoch notiert. Gleichzeitig warnt Airbus aber vor den Folgen drohender neuer Strafzölle der USA gegen Airbus und seine Zulieferer. Was laut Airbus passieren würde als Reaktion auf neue Strafzölle wären Vergeltungszölle, dann würden alle Flugzeuge teurer werden und am Ende hätte der Fluggast die Zechen zu bezahlen. Airbus bezieht gut 40% seiner Bauteile aus den Vereinigten Staaten. 

Unterdessen zeichnet Morgan Stanley ein Szenario, wonach eine weitere Eskalation im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit die US-Notenbank dazu bewegen könnte die Leitzinsen bis zum Frühjahr auf Null zu senken und dass in diesem Szenario dennoch eine Rezession für die US-Wirtschaft drohen würde.

Und last but not least kommen wir auch noch zu den Aktien, die an der Wall Street als Zugpferde der Rally der vergangenen Jahre galten - die FAANG-Aktien. Needham sieht in Facebook eine Autokratie - die Plattform, die Facebook und Google gebastelt hätten würden mehr Macht besitzen als die Webseiten, Verbraucher, Unternehmen und der Content, der auf diesen Plattformen organisiert werde. Nun würden sich die FAANG-Aktien mit der EU und der US-Regierung anlegen, doch die würden am längeren Arm sitzen. Needham berechnet, dass Alphabet bei einer Aufpaltung 50% mehr wert sein kö nnte, während das aber bei Facebook nicht der Fall sei. Needham meint, dass man jetzt bei Facebook und den FAANG-Aktien höhere Rechtskosten und fallende Margen einplanen müsse, die die Aktien auch dann belasten würden, wenn sie weiter wüchsen. 

Die Seitwärtsphase im DAX geht unterdessen unverändert weiter. 12077 Punkte und 12026 Punkte dienen als Unterstützung, 12180 Punkte als Widerstand.