Chinas Exporte wuchsen im April um 3,1% und damit schwächer als die erwarteten 8% - vor einem Jahr hatten wir hier noch einen Zuwachs um 21,3%. Genau so sieht es mit dem Gewinnwachstum in den USA aus: 22% waren es im S&P 500 Index letztes Jahr, dieses werden es nur 3% sein und das Jahr ist noch lang.

China zeigt sich kampfbereit und man findet es in Peking bedauerlich, dass man im Weißen Haus in einen Modus zurückgekehrt sei, in dem man andere Länder erpressen möchte, um Zugeständnisse zu erhalten.

Nach wie vor ist es ungewiss, ob die nun beginnenden Gespräche doch noch zu einem Durchbruch führen oder ob sie scheitern - die Chancen stehen wohl Fifty-Fifty. Die große Frage ist jetzt, ob die Kehrtwende der Fed den Zinsanstieg trotz massiver Neuverschuldung weltweit aufgehalten hat oder nicht. Technisch betrachtet lautet das Urteil: Nein, die Situation bei den zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihen ist technisch bärisch - hier sehen Sie den Verlauf seit Ende der 90er Jahre.

Wir stehen an einem zentralen Widerstand. Solange wir den nicht knacken könnten wir schon wieder an einem Punkt stehen, ab dem die Zinsen wieder ansteigen. Spannend ist heute auch der Ölpreis. Wir stehen hier genau über einem technischen Widerstand, der technisch zum Sprungbrett für einen neuen Anstieg werden könnte. Hier der Monatskerzenchart - eine Kerze ein Monat.

61,78 Dollar ist hier der neuralgische Punkt im Chart. Man muss hier das Säbelrasseln zwischen den USA und Iran genau beobachten. Die Ölmärkte haben bereits eine Risikoprämie veranschlagt aufgrund der geopolitischen Spannungen und über diesem Preislevel muss man davon ausgehen dass sie nicht wieder abgebaut wird.

Der DAX hat gestern den hier genannten Hanging Man vom 23. April bestätigt und leitet damit ein Wendemuster ein - die Ziele daraus liegen bei 11863 und möglicherweise 11677 Punkten - dort ist die 200-Tage-Linie. Ein Widerstand nach oben liegt jetzt bei 12180 Punkten.