Aufgrund der dramatischen Folgen der Corona-Krise wird vor allem in der Luft- und Raumfahrtindustrie vor einer Pleitewelle gewarnt. Die Regierungen dieser Welt haben mit großen Hilfs- und Rettungspaketen den Konzernen bereits geholfen.

Staatshilfe für die Reisebranche

Unternehmen in der Reise- und Tourismusbranche werden ohne die Hilfe ihrer Regierungen die Folgen der Corona-Krise nur schwerlich hinter sich lassen können.  

Die meisten Regierungen beteiligten sich bereits an den jeweiligen Unternehmen oder vergaben unbegrenzte zinsfreie Darlehen. Teilweise wurden auch Steuerstundungen vereinbart und andere finanzielle Verpflichtungen für mindestens 12 Monate ausgesetzt, um den Reiseunternehmen zu helfen.

Boeing Aktienkurs

Auch Boeing konnte sich im Zuge der Hilfsmaßnahmen der US-Regierung eine neue Kreditlinie sowie staatliche Unterstützung sichern. Boeing beschäftigt in den USA rund 160.000 Menschen, die nicht nur wegen der Coronakrise, sondern auch wegen den Verfehlungen am Flugzeug Boeing 737 Max mehr denn je um ihren Arbeitsplatz bangen müssen. Nach zwei Abstürzen von Boeing-737-MAX-8-Maschinen mit insgesamt 346 Todesopfern wurden weltweit daher Flugverbote für alle 371 in Dienst gestellten Maschinen MAX-Versionen erteilt.

Boeing führt nicht nur den kommerziellen Flugzeugbau an, sondern ist mit seiner Boeing Defense, Space and Security (BDS) Einheit auch in der militärischen Luft- und Raumfahrt tätig. Das Unternehmen gilt daher als Systemrelevant. In den vergangenen Wochen konnte sich der Aktienkurs der Boeing Inc. nun auch wieder kräftig erholen. So stieg die Boeing Aktie allein in den vergangen 2 Tagen um über 10 % an. Allerdings zeichnen die aktuellen Daten zu den Verkäufen von Flugzeugen und die Aussichten der International Air Transport Association (IATA) für die Branche kein positives Bild.

Gestern berichtete Boeing, dass die Bestellungen der Kunden im Mai lediglich neun Flugzeuge betrugen. Dabei wurden jedoch doppelt so viele Stornierungen verbucht. Zu den stornierten Bestellungen gehörten 14 Boeing-Flugzeuge des Typs 737 Max, die seit März 2019 nach zwei tödlichen Unfällen derzeit nicht fliegen können.

IATA sieht die Branche vor weiteren Problemen

Die Fluggesellschaften werden durch die Coronavirus-Pandemie im Jahr 2020 84,3 Milliarden Dollar verlieren, so die International Air Transport Association (IATA) in ihren am Dienstag veröffentlichten Jahresprognosen. Die Organisation warnte davor, dass vermutlich keine Airline in diesem Jahr einen Gewinn erzielen werde und dass alle Regionen betroffen sein werden.

Der Chefökonom der IATA, Brian Pierce, sagte der Presse jedoch, dass das Frachtaufkommen im nächsten Jahr auf das Niveau des Jahres 2019 ansteigen werde, das Passagieraufkommen jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 29 % sinken werde. Dennoch wird erwartet, dass das Passagieraufkommen im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 55 % steigen wird. Unterdessen warnte die IATA, dass die Fluggesellschaften Ende 2020 im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Schulden um 120 Milliarden US-Dollar haben werden, da die Gesamtverschuldung zum Ende des laufenden Kalenderjahres auf 550 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.

Für das nächste Jahr werden die möglichen Verluste in der Luftfahrtbranche auf 15,8 Milliarden Dollar veranschlagt.

Boeing Aktien Chart

 

Quelle: CMC Markets Plattform 10.06.2020

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Norwegen0,04% (mind. NOK 39,00)5:1Täglich 09:00-16:20
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Singapur0,10% (mind. SGD 10,00)5:1Täglich 02:00-10:00
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