Marktupdate: DAX erobert die 9.700 zurück / Wird US-Anleihekaufprogramm verlängert? Janet Yellen-Rede erwartet
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Zwar stürzte der DAX auch im gestrigen Handelsverlauf wieder auf einen neuen Jahrestiefststand bei rund 8.350 Punkten, allerdings setzte darauf auch eine genauso starke Erholungsrallye ein, die den DAX am Ende sogar geringfügig ins Plus* hob. Ein ähnliches Bild zeigte sich in den USA wo die Börsen zunächst tief im Minus* eröffneten, daraufhin aber fast vollständig die Verluste im Vergleich zum Vortag wettmachen konnten. An den Märkten hoffen nun viele, dass sich eine Bodenbildung abzeichnet und die heftigsten Verkaufswellen überstanden sind. Zumindest für eine Beruhigung stehen die Chancen nicht schlecht, während eine Entwarnung verfrüht wäre. Nachdem am Mittwoch schwache Konjunkturdaten aus den USA die Ängste vor einer globalen Wachstumsschwäche angeheizt hatten, beruhigte ein Set guter Wirtschaftsdaten aus der größten Volkswirtschaft die Anleger wieder ein wenig. So gingen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren zurück, die Industrieproduktion stieg im September stärker als erwartet und der Philadelphia-Fed-Index hielt sich robuster als prognostiziert. Dies erinnerte die Anleger daran, dass die US-Wirtschaft im Grunde gute Wirtschaftsdaten vorweisen kann. Am Abend äußerte sich zudem St. Louis Fed-Präsident James Bullard überraschend zu dem US-Anleihekaufprogramm, das planmäßig eigentlich Ende diesen Monats auslaufen sollte. Seiner Meinung nach sollte die US-Notenbank eine Fortsetzung oder sogar Aufstockung der Stimuli-Maßnahme in Erwägung ziehen. Die Märkte reagierten positiv auf die Aussicht auf eine lockere US-Geldpolitik, allerdings ist James Bullard kein stimmberechtigtes Mitglied des US-Offenmarktausschusses, weshalb der Markt umso gespannter auf eine heute Nachmittag um 14:30 Uhr erwartete Rede der Fed-Präsidentin Janet Yellen wartet. Heute Vormittag erklärte außerdem der Bank of England – Chefvolkswirt Andrew Halande, dass die britische Zentralbank möglicherweise länger als bisher gedacht, die Zinsen niedrig halten könnte, um das Risiko eines Abgleitens in die Stagnation zu verhindern. Man wird den Eindruck nicht los, dass die internationale Geldpolitik angesichts der Kursturbulenzen verbal eingreift. Aus charttechnischer Sicht stieß der DAX nahe der Aufwärtstrendlinie vom November 2011 auf Unterstützung, die den DAX heute auch an die horizontale Marke bei 8.700 Punkten herangeführt hat. Sollte er diese Marke zurückerobern können, würde der DAX gleichzeitig auch die bärische 23,6%-Fib-Fächerlinie nach oben durchbrechen, was zusätzlich positiv interpretiert werden kann. Damit könnte der DAX den nötigen Schwung zum Test des Ausbruchniveaus bei 8.900 Punkten sammeln. Unterstützend könnten auch die US-Börsen wirken, wo der Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 gestern Doppel-Bottoms ausgebildet haben. Unter den Gewinnern im DAX fanden sich heute auch die Auto-Aktien, nachdem der Automobil-Branchenverband Acea für den September den 13ten Monat in Folge einen Anstieg der europäischen Autoabsätze verkündet hatte. Neben der Yellen-Rede werden die Investoren am Nachmittag auch auf die Zahlen zu Baubeginnen von Wohngebäuden im September, sowie dem Uni Michigan Verbrauchervertrauens-Index achten. Am Markt erwartet man nach einem Indexstand der US-Konsumentenstimmung von 84,6 Zählern im September einen geringfügigen Rückgang auf 84,1 Punkte***. Aktuell handelt sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 über den jeweiligen gestrigen Schlusskursen und deuten damit einen freundlichen Handelsstart an. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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