Wichtige Währungspaare im Fokus

EUR/USD – der Euro schloss gestern über der Marke von 1,3250. Dieser Umstand, die Hochs der vergangenen Woche und 38,2% des Fibonacci Retracements aus der Abwärtsbewegung von den Oktoberhochs bei 1,4250 und den neuerlichen Tiefstständen bei 1,2610 sprechen für einen Anstieg der Einheitswährung. Hierbei könnten Kursgewinne in Richtung 1,3340 und 55-Tage MA möglich sein. In diesem Zusammenhang erschiene dann der Bereich um 1,3435 wiederum als 50% des Retracements der selbigen Kursbewegung. Weiter unten im Chart würde nur ein Abrutschen unter die Notierung von 1,3200 die zwei Tiefs dieser Woche bei 1,3025/30 in Blickfeld rücken. Im weiteren Verlauf könnte dann ein Kursverlust unterhalb von 1,3020 den Euro in die Nähe der Marke von 1,2870/80 bringen.

GBP/USD - das britische Pfund, aktuell bei 1,5940, setzt seine Bewegung in Richtung 200-Tage MA fort. Jeder kleine Ausrutscher unterhalb generiert derzeit unmittelbares Käuferinteresse, da Anleger sich derzeit an einem Hoch probieren, welches sich nach einer beachtlichen Kursrallye seit den Januartiefs von 1,5240 entwickelt hat. Innerhalb der letzten 17 Tage verzeichnete das Pfund an 15 Tagen Kursgewinne und ein Überspringen der Marke von 1,6000 erscheint durchaus möglich. Diese Notierung würde in diesem Fall 50% des Retracements aus der Abwärtsbewegung des Jahreshochs 2011 bei 1,6745 und dem diesjährigen Tiefststand bei 1,5240 bilden.
Es existiert derzeit eine Trendlinienunterstützung von 1,5240 bis zu der Marke von 1,5800. Für eine Abfallen bis auf die Tiefs der vergangenen Woche bei 1,5650 wäre ein Unterschreiten der Marke von 1,5730/40 erforderlich.

EUR/GBP – der Euro konnte seine neuerlichen Verluste kompensieren und hat im Gegenzug die Notierung von 0,8340 passieren können. Sollte sich die Einheitswährung zumindest oberhalb von 0,8320 halten können, wäre eine stärkere Bewegung in Richtung 55-Tage MA bei 0,8390 möglich.
Nach wie vor findet sich bei 0,8420 eine bedeutende Widerstandszone, welche zugleich den diesjährigen Höchststand darstellt und ein anhaltender Wertverlust des Euro ist letztendlich nicht auszuschließen.
Ein Unterschreiten des Januartiefs bei 0,8220 würde eine weitere Abwärtsbewegung einleiten aber um die Tiefststände aus dem Jahr 2011 bei 0,8065 zu erreichen, müsste zunächst ein Ausbruch unterhalb des Septembertiefs von 0,8200/05 erfolgen.

USD/JPY – die US-Währung kann sich derzeit über der Notierung von 76,50 halten und erreichte gestern eine neue 7-Tage Höchstmarke von 76,95. Da die US-Renditen derzeit steigen, dürfte der Dollar hierdurch Unterstützung erfahren und auf diesem Niveau verbleiben. Dennoch ist Anstieg der Zinsen für US-Anleihen auf über 2% erforderlich, um diese Impulse weiter zu nutzen und die gegenwärtige Dynamik auch längerfristig aufrecht erhalten zu können. Sollte der US-Dollar sich oberhalb von 76,20 festigen, wären eine Konsolidierung sowie ein Testen des Hochs vom vergangenen Monat denkbar.
Nach wie vor bildet der 200-Tage MA bei 78,15 die entscheidende Marke für eine nachhaltige Stabilisierung der US-Währung, nachdem sie vergangenen Monat an dieser Notierung scheiterte.