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Weltweiter Börsencrash: DAX bald unter 9000? (CMC Espresso 11.3.2020)

CMC Markets

Aktien in Asien-Pazifik sind durch die Bank im roten Bereich, nachdem die Rally an der Wall Street nicht in der Lage war, die Stimmung nachhaltig ins Positive zu drehen. Auch wenn die Infektionszahlen in China mittlerweile darauf hindeuten, dass der Höhepunkt der Neuinfektionen bereits Ende Februar einen Höhepunkt erreichte, achten Anleger jetzt auf die negativen wirtschaftlichen Folgen des Virus, das seinen Höhepunkt außerhalb Chinas noch nicht gesehen haben könnte. 

Eine Pressekonferenz des Weißen Hauses wurde gestern nach Börsenschluss an der Wall Street mit Spannung erwartet. Als dann die erwarteten Details aber ausblieben und auch US-Präsident Trump nicht daran teilnahm rutschten die US-Futures nach der einstündigen Handelspause um 23 Uhr wieder deutlich ab. Die Verkäufe hielten die ganze Nacht über an. Der VIX als Angstmesser springt wieder nach oben, der Goldpreis klettert ebenfalls. Beide Indikatoren zeigen wachsenden wieder wachsenden Stress im System an.

Gold hat seine Trendwende über 1657,55 in Frage gestellt. Für den Moment sind also keine Umschichtungen von Gold in Aktien feststellbar. Die Rally an der Wall Street gestern ist wieder in sich zusammengefallen.

Der VIX steigt wieder über 43,77 und zeigt damit erneut wachsenden Stress im System an. Er negiert damit für den Moment ein 123-Top, das fallende Volatiltäten hätte bringen können. Erst ein Rutsch unter 43,77 wäre als Entspannungssignal zu werten.

Der S&P 500 Index hat gestern sein altes Coronavirus-Abverkaufstief vom 28. Februar bei 2854 Punkten getestet. Das Ergebnis steht heute Morgen fest. Der Versuch, es zurückzuerobern und zu einer neuen Untergrenze für die Risikobewertung erneut zu installieren schlug fehl. Diese Marke muss nun als mögliche Erholungsgrenze nach oben angesehen werden. Ein Anstieg darüber könnte Entspannung signalisieren. Darunter bleibt die Lage angespannt.

Ein neues 123-Top im Fünfminutenchartintervall beim Rohöl WTI kündet von möglichen neuen Verkaufswellen beim Ölpreis. Die Marke von 34,98 USD ist jetzt eine mögliche wichtige Marke für Risikobewertungen. Bleibt WTI darunter könnte eine Abwärtsbewegung starten. Erst darüber wäre ein Signal der Entspannung zu sehen. Ohne starke Ölaktien wird es der Wall Street schwer fallen, zu einer nachhaltigen Erholung anzusetzen. Der Ölsektor ist sehr stark gewichtet an der Wall Street. Die USA sind der größte Ölproduzent der Erde. Ein potenziell möglicher neuer Ausverkauf beim Öl setzt damit potenziell der gesamten Stimmung an der Wall Street zu.

Der Stundenchartintervall für den DAX lässt auf einen möglichen bärischen Druckaufbau unter 10903 Punkten schließen. Diese Marke, an der ein 123-Tief hätte entstehen können, wurde gestern Nacht über die Handelspause als Widerstand bestätigt. Der Markt lief erst nach oben und prallte dann mit einer Kurslücke nach Wiedereröffnung des Handels von diesem Widerstand ab. Ohne Zurückeroberung dieser Marke könnten jetzt neue Tiefs drohen. 

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