Marktupdate: DAX lässt nicht locker / Weltbank-Prognose dämpft etwas die Stimmung

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Gestern sahen wir einen weiteren Tag mit neuen Rekordhochs sowohl im DAX als auch MDAX. Auch der Dow Jones konnte gestern wieder einen neuen Rekordschlussstand verbuchen. Ohne auf den Chart zu blicken könnte man aufgrund der Rekordserie vermuten, dass eine Menge Dynamik in den Börsen steckt. Erstaunlicherweise ist das Gegenteil der Fall: Die Gewinnsprünge werden immer kleiner, die Volatilität ist auf einem Tief. So legte der DAX gestern nur 0,2 Prozent zu, während dem Dow Jones ein Mini-Plus von 0,02 Prozent ausreichte. Auf der anderen Seite scheint sich gegenwärtig auch kein Abgabedruck aufzubauen, denn die Kurse pendeln in sehr engen Handelsspannen. Und so scheint sich auf aktuellem Niveau eine Pattsituation zwischen Bullen und Bären zu ergeben, in der beide Seiten gespannt auf die nächste, größere Bewegung zu warten scheinen. Da allerdings dieser Tage wichtige Wirtschaftsnachrichten diesseits wie jenseits des Atlantiks fehlen, schleichen sich die Börsen zwischenzeitlich in Trippelschritten an immer neue Hochs. Belastend wirkte am Vormittag die Rücknahme der globalen Konjunkturprognose der Weltbank für dieses Jahr. Demnach soll das Wachstum dieses Jahr 2,8 Prozent betragen, während das Institut im Januar noch von einem Wachstum von 3,2 Prozent ausgegangen war. Als Gründe werden der stärker als erwartet ausgefallene Effekt des strengen Winters in den USA im ersten Quartal sowie die Einflüsse durch die Ukraine-Krise genannt. Nachdem der DAX am Morgen noch mit über 10.000 Punkten losgelegt hat, fällt er zunächst auf 9.980 Punkte zurück bevor der Index sich wieder über diese Marke berappelt. Charttechnisch bleibt das Bild im DAX mit einem umgekehrten Dreieck im tertiären Trend unverändert. Der Kurs hangelte sich an der oberen Begrenzungslinie entlang zu neuen Hochs, der Befreiungsschlag in Form eines Ausbruchs der dem Index das nötige Momentum für größere Kursgewinne verleihen könnte, blieb aber bis zuletzt aus. Dies liefert den Anlegern, die auf eine Kurskorrektur für den Einstieg oder auch den Bären, die auf eine größere Korrektur setzen, Argumente und hält diese damit bei der Stange. Auch der S&P 500 und Dow Jones weisen charttechnisch Warnsignale auf, die eine kurzfristige Korrektur andeuten. Hier haben wir allerdings gleichzeitig die Situation, dass die psychologischen Marken von 2.000 beziehungsweise 17.000 Punkten nun verführerisch nah gekommen sind, so dass sich die Bullen hier herausgefordert fühlen, diese im aktuellen Umfeld dünner Wirtschaftsdaten auch zu knacken. Nach den gestern besser als erwartet ausgefallenen Zahlen zur Industrieproduktion und zum verarbeitendem Gewerbe in UK, folgten heute Arbeitsmarktdaten von der Insel. Analysten hatten bei den Anträgen auf Arbeitslosenhilfe für den Monat April einen Rückgang um 25.000*** erwartet, wohingegen die heute veröffentlichten Zahlen sogar einen Rückgang um 27.400 auswiesen. Die Arbeitslosenquote fiel nach offiziellen Angaben sogar auf 6,6 Prozent von 6,8 Prozent im Vormonat und übertraf damit die Prognosen von 6,7 Prozent***. Seit Juli 2013 nehmen die Anträge kontinuierlich ab, was für eine Volkswirtschaft spricht, die sich gut erholt. Die im DAX gelistete Lufthansa-Aktie gab im frühen Handel über 12 Prozent* ab, nachdem der Vorstand des Konzerns eine operative Gewinnwarnung für das laufende Jahr ausgegeben hat. Grund sei eine schwächer als erwartete Umsatzentwicklung im Passagier- und Frachtgeschäft sowie Ergebnisbelastungen durch Streiks. Auch das operative Ergebnisziel für 2015 sei damit nicht mehr erreichbar. Der MDAX-Wert Airbus Group gibt am Morgen über 3 Prozent* ab, nachdem die Fluggesellschaft Emirates einen Auftrag über 70 Maschinen des Typs A350 XWB annuliert hat. Gleichzeitig bemüht sich der Flugzeugbauer um einen Auftrag der japanischen Armee für Transporthubschrauber im Volumen von bis zu zwei Milliarden US-Dollar. Sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 handeln gegenwärtig vorbörslich mit einem Abschlag von rund 0,12 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. 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