Analysis

Was passieren muss, dass Gold wieder dreht!

CMC Markets

Es gibt drei Faktoren, die man für die weitere Goldpreisentwicklung im Blick behalten muss: Die Entwicklung der Realzinsen in den USA, den Dollar und die Charttechnik selbst! In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie sich diese Faktoren entwickelt haben und wie sich die weiteren Aussichten selbiger gestalten könnten.

Entwicklung der Realzinsen in den USA

Es gibt eine enge Beziehung zwischen der Entwicklung der Realzinsen in den USA und der Entwicklung des Goldpreises. Die Realzinsen sind die am Markt gehandelten Nominalzinsen abzüglich der Inflationsrate. Bei den Nominalzinsen schaut man vor allem auf die Lautzeiten von zehn Jahren. Diese sind bei CMC Markets über den US T-Note Cash CFD handelbar. Dieser bezieht sich auf den Wert der amerikanischen Staatsanleihen mit einer Ziellaufzeit von zehn Jahren. Steigt der CFD, deutet das fallende Nominalzinsen an, sinkt der CFD - was er seit Tagen tut - deutet das steigende Nominalzinsen an. Womit wir es also zu tun haben in der vergangenen Woche sind steignede Realzinsen in den USA - eine schlechte Entwicklung für den Goldpreis!

In diesem Monat haben die Realzinsen vor diesem Zinsanstieg ein Rekordtief erreicht. Am 6. August hat das amerikanische Finanzministerium den Realzins bei -1,08% berechnet. Am Folgetag, dem 7. August, hat Gold ein Rekordhoch erreicht. Seither sinkt der Goldpreis und die Realzinsen steigen. Für den 14. August hat das US-Finanzministerium den Realzins bei -0,94% ausgewiesen. 

Charttechnisch kann man diese Entwicklung über den T-Note Cash CFD ganz gut erfassen. Wir sehen dass dieser unter 140,12 USD ein 123-Top ausgebildet und zuletzt das 261,8% Fibonacci Extensionslevel erreichte. Hier ist im Moment ein schwacher Boden entstanden. Nach oben liegt der nächste Widerstand bei 139,48 USD. Nach unten wirkt 139,09 USD potenziell als technische Unterstützung. 


US-T-Note Cash bildet 123-Top aus, Quelle: CMC Markets

Dollar: Der Traum der Leerverkäufer?

Auch der US-Dollar spielt eine Rolle bei der Goldpreisentwicklung. Der US-Dollar-Index ist laut den amerikanischen Commitment of Traders Daten der am meist leerverkaufte Future am US-Terminmarkt. Hedgefonds und andere spekulativ orientierte Trader sind jetzt "netto short" im US-Dollar-Future. Extreme Werte bei den Positionierungen können antizyklisch gewertet werden. Sie sind mögliche Umkehrsignale, was in diesem Fall bedeuten könnte, dass der US-Dollar wieder ansteigen könnte. Als meist gehandeltes Währungspaar gegenüber dem US-Dollar kann EUR/USD näher betrachtet werden. EUR/USD hat noch weiteres Aufwärtspotenzial bis zum großen Widerstand bei 1,2330 USD. Es ist aber nicht garantiert, dass dieses Niveau auch erreicht wird! Dort liegt jedoch der Punkt 1 eines großen 123-Trendwendemusters.


EUR/USD: Großes Trendwendemuster ist intakt, Quelle: CMC Markets

Es besteht also von dieser Warte aus betrachtet weiteres Abwärtspotenzial für den US-Dollar. Auch die Beschau des US Dollar Index September 2020 Forward CFD lässt im Tageskerzenchart keine Bodenbildung erkennen. Lediglich ein mehrtägiger Aufwärtsimpuls ist eingetreten, auf den bislang kein höheres Hoch folgte. Dieses höhere Hoch wäre nun allerdings im Sinne einer Bodenbildung zu werten. Es könnte zu einer dynamischen, möglicherweise auch von Eindeckungen von Leerverkaufspositionen getriebenen Aufwärtsbewegung kommen. Hierzu müsste ein Tagesschlusskurs über 93,89 USD erzielt werden. 


US Dollar Index September 2020 Forward CFD ohne 123-Tief, Quelle: CMC Markets

Merke: Der US-Dollar könnte weiter sinken, was den Goldpreis stützen könnte.

Goldpreis hadert mit neuer Bodenbildung

Last but not least ist natürlich auch die charttechnische Lage im Goldpreis selbst relevant. Betrachten wir hierzu den bei CMC Markets handelbaren Gold Cash CFD. Ein Stundenschlusskurs über 1949,59 USD und ein Verbleiben des Preises über diesem Niveau könnte einen 123-Boden aktivieren. Dieser könnte den Preis wieder nach oben führen. Man kann gut beobachten, dass Gold damit hadert, dieses Niveau zu brechen. Darin könnte sich Unsicherheit über die weitere Zinsentwicklung (unsauberer Boden im US-T-Note) und das Risiko einer Bodenbildung im US-Dollar-Index aufgrund des latenten Short-Überhangs ausdrücken. 


Gold Cash CFD: Bodenbildung voraus? Quelle: CMC Markets


Disclaimer: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben.