DAX mit leichten Gewinnmitnahmen / Wartestellung vor Ergebnis der Offenmarktausschuss-Sitzung am Mittwoch
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Nachdem der DAX gestern mühelos die 12.000-Punkte-Barriere durchbrach und selbst die 12.200 Zähler erschloss, kommt es heute zu leichten Gewinnmitnahmen im Vorfeld der morgen angesetzten US-Notenbank-Pressekonferenz. So werden einerseits die starken Gewinne verdaut, andererseits begeben sich die Marktteilnehmer in Wartestellung da auch von Konjunkturdatenseite heute die Impulse begrenzt ausfallen könnten. Zwar steht heute der ZEW-Geschäftsklimaindex im Fokus, der einen Anstieg auf den höchsten Stand seit 12 Monaten ausweisen könnte, allerdings dürfte die Signalwirkung begrenzt bleiben. Denn angesichts der guten Performance der europäischen Börsen in den letzten Wochen und Monaten, wird eine gute Stimmung unter Finanzinvestoren vermutlich keine große Überraschung darstellen. Aus charttechnischer Sicht scheint der DAX mühelos wichtige charttechnische Marken zu knacken. Aktuell scheint das Momentum aber abzuflauen und ein Rücksetzer sollte nur eine Frage der Zeit sein. Angesichts der starken Rally stellen selbst mehrere hundert Punkte Abgaben zunächst kein Problem dar. Um die 12.100 und 12.000 Punkte könnten Unterstützungen warten. Eine potenziell stärkere Unterstützung wartet dann bei 11.850 Punkten. Sollte der DAX nach oben auf ein neues Hoch steigen, könnte kurzfristig die 12.315 ins Visier kommen. Eine interessante charttechnische Entwicklung zeigen aktuell die US-Leitindizes. Der Dow Jones stieß am Mittwoch vergangener Woche um das 50%-Retracement der Bewegung von Anfang Februar auf Nachfrage. Die kräftige Erholung vom Donnerstag wurde zu weiten Teilen am Freitag wieder abverkauft. Um die 17.625, dem Tief vom Mittwoch prallte der Kurs allerdings wieder ab. Mit den gestrigen Gewinnen hat sich damit eine Doppelboden-Formation herausgebildet, dessen theoretisches Kursziel bei etwa 18.180 Zählern liegt. Aktuell kämpft der Kurs allerdings gegen die Abwärtstrendlinie vom März-Hoch an. Gelingt dem Kurs der Ausbruch, könnte der US-Leitindex seinen Aufwärstrend wieder aufnehmen. Ein Scheitern an der Trendlinie wiederum würde das Chartbild wieder eintrüben. Impulsgebend könnte die Pressekonferenz mit Janet Yellen zur Fed-Sitzung am Mittwoch sein. Auch im EUR/USD-Währungspaar deutet sich die Möglichkeit einer Doppelboden-Bildung um die Marke von 1,05 USD an. Sollte Yellen lockerer auftreten als erwartet, sprich die Erwartung an eine US-Zinswende nach hinten rücken lassen, könnte der USD eine Korrektur einsetzen. Ein theoretisches Kursziel läge dann bei knapp 1,085 USD. Sollte der Kurs allerdings wieder unter 1,046 USD zurückfallen, dann könnte der Kurs wieder Fahrt aufnehmen auf seinem Weg in Richtung Parität. Ebenfalls sensibel reagieren könnte der Gold-Kurs. Dieser kam zuletzt mit der Aussicht auf wieder steigende Zinsen in den USA und der Dollar-Rally stärker unter Druck. Zwar konnte zuletzt eine gewisse relative Stärke gegenüber dem US-Dollar beobachtet werden, gegen diese Dollar-Rally konnte sich die Notierung allerdings nur begrenzt behaupten. Sollte Yellen die Markterwartungen an bald höhere Zinsen wieder dämpfen und der US-Dollar wieder etwas abgeben, könnte der Preis des Edelmetalls sich erholen. Übergeordnet liegt in der Aussicht auf eine gewaltige Ausweitung der EZB-Bilanz ein möglicher Kurstreiber, da in den letzten Jahren eine starke Korrelation zwischen Gold und der EZB-Bilanz beobachtet werden konnte. Die Futures auf den Dow Jones und S&P 500 werden aktuell mit leichten Abschlägen zu den gestrigen Schlusskursen gehandelt. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. 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