Marktupdate - DAX unbeeindruckt von starkem ZEW-Indikator / Warten auf US-Inflationszahlen
Marktupdate - 17.12.2013 - Stand: 12:30 Uhr Nach der tollen Rally gestern*, gibt der DAX heute einen Teil der Gewinne, trotz eines unerwartet stark ausgefallenen ZEW- Konjunkturindikators, wieder ab*. Der MDAX handelt gegenwärtig wenig verändert zum Vortagesschlusskurs. Der Konjunkturbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung stieg für Deutschland im Dezember auf 62 Punkte, den besten Stand seit April 2006. Erwartet wurde lediglich ein Anstieg auf 55 Punkte***. Die entsprechende Konjunkturerwartung für die Eurozone ist um 8,1 Punkte auf 68,3 gestiegen. Das europäische Statistikamt hat heute die Inflationsentwicklung in der Euro-Zone bekanntgegeben. Demnach stiegen die Verbraucherpreise auf Jahressicht im November um 0,9 Prozent, nachdem im Oktober ein Tief von 0,7 Prozent vermeldet wurde. Gestern hatte EZB-Präsident Mario Draghi vor dem EU-Parlament in Brüssel gesprochen und gesagt, dass die Inflation im Euro-Raum für eine längere Zeit tief bleiben könnte. Gleichzeitig hat er eine weitere Senkung des EZB-Leitzinses in der Zukunft nicht ausgeschlossen. Eine positive Entwicklung im europäischen Automarkt zeigten heute Zahlen des Herstellerverbandes ACEA. Demnach stiegen im November die Neuzulassungen den dritten Monat in Folge. Volkswagen legt heute leicht zu, während BMW und Daimler gegenwärtig kaum verändert zum Vortagesschluss handeln. Am Nachmittag werden Zahlen zur Verbraucherpreisentwicklung in den USA erwartet. Da die jüngeren Wirtschaftsdaten aus den USA im Hinblick auf den Arbeitsmarkt und die Konjunktur eine positive Entwicklung signalisieren, die Inflation jedoch relativ schwach ausfällt, könnten Investoren, im Hinblick auf die heute beginnende Offenmarktausschuss-Sitzung, verstärkt auf diese Zahlen achten. Für den November wird eine Steigerung auf Jahressicht von 1,3 Prozent erwartet bevor das Bureau of Labor Statistics die Zahlen veröffentlicht. Für den Vormonat wurde ein Wert von 1 Prozent vermeldet. Heute Abend beginnt die zweitägige Sitzung der US-Notenbanker in der unter anderem die Zukunft des US-Anleihekaufprogramms besprochen wird. In jüngeren Umfragen durch Reuters und Bloomberg, gab die Mehrheit der befragten Volkswirte an, dass sie eine Reduzierung erst nächstes Jahr erwarten. Eine Frage die sich stellt, ist, ob ein möglicher Entschluss das Volumen der monatlichen Käufe zu reduzieren, bereits in den weltweiten Aktienkursen eingepreist ist. Vor Markteröffnung handeln der Dow Jones und S&P 500 jeweils um den Vortagesschlusskurs. Der Rohölpreis der Sorte WTI prallte zuletzt an seinem 200-Tage-Durchschnittskurs ab und pendelt momentan um seinen 55-Tage-Durchschnittskurs, nachdem sich der Preis Anfang Dezember von einem 5-Monats-Tief erholt hatte. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber dem Vorquartal *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Andreas Paciorek / Marktanalyst CMC Markets UK Plc