Marktupdate - DAX nach Eröffnung im Plus stabil / Warten auf das Ergebnis der US-Offenmarktausschuss-Sitzung am Abend
Markupdate - 18.12.2013 - Stand: 12:35 Uhr Andreas Paciorek / Marktanalyst CMC Markets UK Plc Nachdem der deutsche Leitindex heute mit einem Kursplus im Vergleich zum Vortagesschlusskurs eröffnet hat, haltet sich die Notierung stabil bei über 9.100 Punkten. Bevor das Ergebnis der zweitägigen Sitzung des US-Offenmarktausschusses heute Abend bekanntgegeben wird, scheint keine Panik vorzuherrschen. Unterstützt wurde der DAX auch durch einen weiter gestiegenen Ifo-Index. Laut Ifo-Institut hat sich der Geschäftsklima-Index für den Monat Dezember auf 109,5 von 109,3 Punkten im November, verbessert. Damit zeigt sich die deutsche Wirtschaft zuversichtlich für das nächste Jahr. Unter den Einzelwerten, gefällt heute die Aktie der TUI den Anlegern. Im Geschäftsjahr 2012/2013 schaffte das Unternehmen die Trendwende und die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Anleger könnten nun durch eine Dividende in Höhe von 15 Cents am Erfolg beteiligt werden. Die Aktie gehört bis zum Mittag zu den größten Gewinnern* im MDAX. Heute Abend wird das Ergebnis der zweitägigen Sitzung des US-Offenmarktausschusses erwartet, womit die Frage beantwortet werden könnte, die Investoren seit Wochen und Monaten beschäftigt: Kommt die Reduzierung der US-Anleihekäufe diesen Monat oder gibt es ein Weihnachtsgeschenk in Form eines Aufschubs? Wenn man bedenkt, dass einige US-Notenbanker bereits eine Reduzierung der Anleihekäufe im September forderten und sich die amerikanische Wirtschaft zwischenzeitlich weiter erholt hat, wäre eine Drosselung nun nur konsequent. Inzwischen hat sich die Bilanz der amerikanischen Notenbank auch auf knapp 4 Billionen-USD aufgebläht, was selbst unter den Notenbankern Bedenken weckt. US-Politiker kündigten daher bereits die größte Untersuchung aller Zeiten der Federal Reserve und ihrer Bilanzen an. Auch wenn jüngere Umfragen durch Bloomberg und Reuters ergaben, dass eine Mehrheit der Marktteilnehmer eine Reduzierung erst nächstes Jahr sehen, könnte eine Drosselung der Käufe um monatlich 5-10 Milliarden USD vom Markt entspannt aufgenommen werden, wenn Ben Bernanke diese gut kommuniziert. Möglich wäre beispielsweise eine Senkung des Schwellenwertes der US-Arbeitslosenquote von gegenwärtig 6,5 Prozent, bevor die Leitzinsen wieder angehoben werden würden. Die US-Notenbank bemüht sich darum, den Markt davon zu überzeugen, dass Zinsen niedrig bleiben, auch wenn ein Einstieg aus dem Ausstieg der Anleihekäufe geplant ist, um so auch größere Verwerfungen am Markt abzuwenden. Da die Renditen auf 10-jährige US-Anleihen seit Mai von rund 1,8 Prozent auf etwa 2,8 Prozent gestiegen sind, ist ein solches Ergebnis bis zu einem gewissen Umfang möglicherweise aber bereits eingepreist. Vorbörslich handeln der Dow Jones und S&P 500 knapp über dem Vortagesschlusskurs. Aus den USA werden heute noch unter anderem die Wohnungsbaugenehmigungen für den Monat November sowie der wöchentliche Statusbericht zu den Rohölbeständen erwartet. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber dem Vorquartal *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden