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US-Wahl - Vier weitere schwierige Jahre für die USA

CMC Markets

Bei der US-Präsidentschaftswahl im November tritt Donald Trump gegen den Demokraten Joe Biden an. In Europa sind wir von der Wahl zunächst nicht direkt betroffen, jedoch ist die US-Wahl aufgrund der tiefen wirtschaftlichen Verflechtungen der beiden Kontinente auch für Europa sehr wichtig. 

Die Wahl von Donald Trump traf die Welt 2016 ins Mark. Das Wahlergebnis überraschte viele Beobachter und Experten. Donald Trump war damals ein unbeschriebenes Blatt auf der großen politischen Bühne in Washington. Damals wurde Trump unterschätzt. Damals konnte Trump mit seinem Fokus auf „Making America great again“ bei vielen Amerikanern punkten, auch wenn dies Spannungen mit anderen Ländern zur Folge hatte. Die Beziehungen zwischen den USA und China sowie den USA und Europa wurden stark belastet.

Die Sorge, die viele Europäer aktuell hegen ist, dass der Handelskrieg, den die USA  in den letzten 2 Jahren mit China führten, auf Europa überschwappt.

Somit könnte eine zweite  Amtszeit von Trump die Beziehungen zwischen den USA und Europa verschlechtern und der Wirtschaft neue Zölle drohen. Der Trend zur Anti-Globalisierung könnte sich fortsetzen. Dies wäre für Europa problematisch. Die Europäer handeln gerne multilateral – so funktioniert die Europäische Union (EU) mit ihren 27 Staaten. 

Ist Biden besser für  Europa?

Falls Biden im November gewinnt, könnten viele Maßnahmen die von der Trump-Administration vorgenommen wurden rückgängig gemacht werden.  In der Außenpolitik spricht er sich für einen multilateralen Ansatz (ähnlich wie die Europäer) und für die erneute Annäherung an Länder aus, die unter Trump derzeit ins Abseits geraten sind.

Ein weiterer wichtiger Punkt könnte die Haltung Bidens zur Klimaerwärmung sein. Ein neuer „Green Deal“ wäre möglich. Im Wahlprogramm setzt sich Biden für ein zwei Billionen US-Dollar schweres Klimawandel-Paket ein, das die Förderung sauberer Energie und die Reduzierung von Treibhausgasemissionen sowie die Verbesserung der Infrastruktur vorsieht.

Sein Plan deckt sich in weiten Teilen mit dem Sieben-Jahres-Haushalt und dem Aufbaufonds der EU, die stark auf eine grünere Wirtschaft ausgerichtet sind. Dieses Thema könnte die Kluft überbrücken und beide Seiten näher zusammenbringen.

Streitpunkte könnten jedoch unter beiden Bewerbern gleich bleiben. Vornehmlich geht es dabei um das Thema Deregulierung und die Einführung einer „Digital Tax“ an der vor allem die Europäer interessiert sind. 

Ist Biden schlecht für den Aktienmarkt?

In Reaktion auf die steigenden Chancen des Demokraten Biden könnten die Börsen nach der Wahl  mit Kursverlusten reagieren, da es die weit verbreitete Meinung auf dem Parkett gibt, dass ein Sieg von Biden erhebliche negative Auswirkungen auf die Gewinnentwicklung der US-Unternehmen hat. Schaut man sich jedoch das Wahlprogramm an und bewertet die Auswirkungen von höheren Unternehmenssteuersätzen, mehr Investitionen und niedrigeren Zöllen, zielen die Maßnahmen in die gleiche Richtung wie zu Obamas und Clintons Zeiten und könnten somit auch zu einem ä hnlichen Niveau mittelfristiger S&P 500-Gewinne führen. Die Wahl an sich sollte keine großen Auswirkungen auf den Gesamtmarkt haben. Ein negatives Szenario für die Börse wäre die Wiederholung einer Hängepartie und die Anfechtung der Wahl durch einen der beiden Kandidaten.

Der wahre Unterschied zwischen beiden hat nichts mit ihrer Politik zu tun

Ein Wahlsieg Trumps ist mit dem Risiko verbunden, dass seine einzigartig toxische Kombination aus wissenschaftsfeindlicher Propaganda und organisatorischer Unfähigkeit die Corona-Pandemie unnötig verlängert und die Zahl der Todesopfer steigt. Auf der anderen Seite ist es unter Joe Biden wahrscheinlicher, dass die USA Kriege beginnen. Der Demokrat war dafür, Bosnien anzugreifen und in Afghanistan einzumarschieren. Er war ein großer Unterstützer und Wegbereiter für den Irak-Krieg. Derzeit droht er mit einem Krieg gegen Venezuela und neuen kalten Kriegen gegen China und Russland. Er verspricht auch, den Verteidigungshaushalt weiter aufzustocken. Donald Trump war der erste US-Präsident seit Jahrzehnten, der direkt mit den Taliban verhandelte, um ein Friedensabkommen zu unterzeichnen und alle amerikanischen Truppen nach Hause zu holen.

 Trotz der üblichen Hysterie im Wahljahr gibt es zwischen Trump und Biden in den meisten wichtigen Fragen aber keinen wirklichen Unterschied. Keiner der beiden verspricht, die zusätzliche Arbeitslosenversicherung einzuführen. Keiner von beiden befürwortet den „Green New Deal“. Keiner will eine Krankenversicherung für alle Amerikaner. Beide geben den Unternehmen Vorrang vor einzelnen Bürgern und beide würden die Einwanderungspolitik nicht wesentlich liberalisieren. Der wahre Unterschied zwischen Joe Biden und Donald Trump hat nichts mit ihrer Politik zu tun. Egal, wer gewinnt, den Amerikanern könnten erneut vier lausige Jahre bevorstehen.

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