Marktupdate: DAX startet Handelswoche freundlich / Unsicherheit nach gemischten US-Arbeitsmarktdaten verbleibt
Marktupdate - 10.02.2014 - Stand: 12:09 Uhr Andreas Paciorek / Marktanalyst CMC Markets UK Plc Die Rally bei US-Werten zu Ende der letzten Woche und in Asien heute Morgen, verhalf dem DAX zu einem freundlichen Start in die Woche*. Der MDAX und TecDAX können gegenwärtig ebenfalls zulegen*. Letzten Freitagnachmittag wurden endlich die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, die jedoch gemischt ausgefallen sind und im Grunde nicht zu einer Klärung der Unsicherheit geführt haben. Während der Beschäftigungsaufbau außerhalb der Landwirtschaft im Januar mit 113.000 Stellen stark hinter den Erwartungen zurückblieb***, sank die Arbeitslosenquote auf 6,6 Prozent, den niedrigsten Wert seit 5 Jahren. Die US-Märkte reagierten trotzdem mit Kursgewinnen*, die auch den asiatischen Börsen zum Wochenstart zu Kursgewinnen verhalfen*. Dennoch konnten diese Daten die Unsicherheiten im Markt nicht wirklich zerstreuen und somit verbleibt die Frage: In welchem Ausmaß wurden zuletzt einige schwache Konjunkturdaten aus den USA von dem schlechten Wetter in der Region beeinflusst und inwiefern spiegeln die Daten eine tatsächliche Abschwächung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt dar. Unter den Investoren deutet sich eine Neubewertung der Risiken am Markt an. Nach einem Bericht der Citigroup Inc. wurden in der Woche zum 5. Februar Rekordsummen aus US Aktienfonds abgezogen und in Anleihen umgeschichtet. Gleichzeitig wurden die 15te Woche in Folge Gelder aus Schwellenländeraktien abgezogen. Wie das Statistikamt Insee mitteilte, ging die Industrieproduktion des europäischen Sorgenkindes Frankreich im Dezember um 0,3 Prozent** zurück, und sank damit etwas stärker als erwartet worden war***. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Output um 0,5 Prozent, während Volkswirte von einem Plus in Höhe von 1 Prozent ausgegangen sind***. Laut einer Prognose der französischen Notenbank wird sich das französische Wirtschaftswachstum im ersten Quartal dieses Jahr auf 0,2 Prozent abschwächen**. Für das gesamte Jahr 2014 erwartet sie eine Steigerung des Bruttosozialproduktes von 0,9 Prozent. Für den Euroraum scheinen Investoren mehr und mehr von einer Konjunkturerholung auszugehen. Entgegen den Analysteneinschätzungen***, stieg der Sentix-Index des Anlegervertrauens im Februar um 1,4 Punkte** auf 13,3 Zähler und erreichte damit den höchsten Wert seit fast 3 Jahren. Die Aussichten bewerteten die befragten Investoren sogar so gut wie seit 7 Jahren nicht mehr. Vorbörslich handelt der Dow Jones und S&P 500 gegenwärtig jeweils etwas unter dem Freitagsschlusskurs. Bei dünner Nachrichtenlage warten Investoren verstärkt auf Impulse durch die Rede der neuen Fed-Chefin Janet Yellen vor dem US-Repräsentantenhaus morgen, wo sie den weiteren geldpolitischen Kurs vorstellen möchte. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden