Marktupdate: DAX setzt Erholung fort / Ukraine-Krise weiterhin akut, Unternehmensergebnisse stützen, Deutsche Bank mit Problemen

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Nachdem sich gestern der DAX vonden Kursverlusten nach der Eskalation der Krisen in der Ukraine und im Gazastreifen wieder etwas erholen konnte, deutet sich heute eine weitere Stabilisierung des deutschen Leitindex an. Die Vorgaben aus den USA sind gut. So konnte der S&P 500 gestern ein neues Allzeithoch setzen und der Dow Jones und auch der Dow Jones werden weiter in der Nähe der zuletzt erreichten Rekordstände gehandelt. Bereits kurz nach Handelseröffnung stieg der DAX im Hoch bis auf knapp über 9.790 Punkte und testet damit direkt die charttechnische Widerstandszone bei 9.780/9.800 Punkten. Heute warten wieder zahlreiche Quartalsergebnisse auf ihre Veröffentlichung, die, sollten diese die bisherige gute Serie nicht unterbrechen, dem DAX weiter positive Impulse liefern könnten. Gestützt werden die europäischen Börsen heute einerseits durch die Hoffnung auf eine De-eskalation in der Beziehung zwischen Russland und dem Westen, nachdem die Separatisten den Flugschreiber übergeben haben und Russland Signale eines Kooperationswillens aussendet. Die EU-Minister haben zudem weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Russland weiter vermieden, wodurch Befürchtungen einer damit ebenfalls verbundenen Belastung der europäischen Konjunktur etwas gedämpft werden. Bis Donnerstag sollen allerdings weitere Sanktionsmaßnahmen ausgearbeitet werden, die unter anderem eine Erschwerung des Zugangs russischer Unternehmen an den Kapitalmärkten beinhalten sollen. Eine Eskalation in einem der diversen geopolitischen Konfliktherde, die auch die israelische Bodenoffensive im Gazastreifen als auch den Vormarsch der radikalislamischen Isis-Gruppierung im Irak umfasst, bleibt aktuell stets möglich und dämpft damit ein wenig den Optimismus, den die anhaltende Serie positiver US-Unternehmenzahlen schafft. Gestern lieferte unter anderem Apple Zahlen, die einen Anstieg des Umsatzes zwischen April und Juni um 6 Prozent** und eine Erhöhung des Nettogewinns von 12 Prozent** auf fast 8 Milliarden US-Dollar auswiesen. Die Prognose für das laufende Quartal fiel wiederum etwas konservativer aus als vom Markt erhofft, wodurch die Aktie nachbörslich knapp 0,6 Prozent* auf 94,15 US-Dollar nachgab. Die Quartalsergebnisse die von Daimler heute Morgen geliefert wurden, trugen ebenfalls zu einer leichten Aufhellung der Stimmung an den deutschen Börsen bei. Von April bis Juni stieg das operative Ergebnis um 12 Prozent** auf 2,5 Milliarden Euro und übertraf damit die Analystenschätzungen die im Mittel lediglich bei 2,39 Milliarden Euro lagen. Zudem bekräftige der deutsche Automobilkonzern seine Ziele für das aktuelle Jahr. Die Anleger freut das und die Aktie steigt aktuell um mehr als 2 Prozent*. Nachdem die Deutsche Bank gestern Abend kurz vor Handelsschluss an der New York Stock Exchange (NYSE) bereits um fast drei Prozent* eingebrochen ist, verliert die Aktie kurz nach Handelsstart an der Xetra rund 2 Prozent*. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge, habe das deutsche Tochterunternehmen in den USA massive Probleme mit der US-Aufsicht. Unter anderem solle die US-Notenbankfiliale New York eine schlampige Bilanzierung, unzureichende Buchprüfung und Risikokontrolle als auch schwache technische Systeme moniert haben. Während die Quartalsberichtssaison an den Börsen bisher überwiegend positive Impulse liefern konnte, enttäuschten die europäischen Konjunkturdaten zuletzt immer wieder. Auch heute könnte dies der Fall sein, wenn das Verbrauchervertrauen in der Eurozone für den Monat Juli veröffentlicht wird. Analysten erwarten eine Stagnation im Vergleich zum Vormonat bei einem Wert von -7,5 Zählern***. Es bleibt nur zu hoffen, dass die aktuellen geopolitischen Krisen die Stimmung der Verbraucher im Euroraum nicht noch stärker belasteten. Auch heute setzt sich die Unternehmens-Zahlenflut fort. Aus den USA werden unter anderem Quartalsergebnisse von Dow Chemical, Boeing und AT&T erwartet. Mit besonderer Spannung dürften Investoren aber wohl vor allem auf die Zahlen von Facebook achten. Facebook kann vermutlich zu einem dieser Tech-Werte gezählt werden, vor dessen hoher Bewertung die US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen zuletzt warnte. Vor Eröffnung des Präsenzhandels handelt sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 mit einem minimalen Abschlag gegenüber den jeweiligen gestrigen Schlusskurs. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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