Marktupdate - DAX gibt nach neuem Rekordhoch wieder ab / Starker Dezember-Einkaufsmanagerindex für Deutschland

Marktupdate - 02.01.2014 - Stand: 12:15 Uhr Andreas Paciorek / Marktanalyst CMC Markets UK PLc Der deutsche Leitindex startete mit Schwung ins neue Jahr und eröffnete den Handel mit einem neuen Rekordstand, gab jedoch im Anschluss wieder ab*. Auch der MDAX gibt gegenüber dem Vortagesschlusskurs ab, während der TecDAX leicht zulegen* kann. Nachdem in der Nacht, der Markit/HSBC-Einkaufsmanagerindex (Dezember) für China eine Abschwächung zeigte, folgten am Donnerstagmorgen die Einkaufsmanager-Indizes für die europäischen Volkswirtschaften. In Deutschland stieg dieser nach 52,7 Zählern im November auf 54,3 im Dezember. Markit-Ökonom Tim Moore kommentierte die deutschen Zahlen damit, dass die deutsche Industrie in jüngster Zeit an Dynamik gewonnen hätte und momentan so stark wachse, wie seit über zweieinhalb Jahren nicht mehr. Die Wachstumsaussichten für 2014 sieht Tim Moore ebenfalls positiv. Positiv überraschen konnte der Indexwert für Italien, der im Dezember auf ein 32-Monats-Hoch von 53,3 Zählern stieg. Im Vorfeld war lediglich ein Wert von 51,6 Punkten erwartet worden. Der Einkaufsmanager-Index für die gesamte Euro-Zone stieg im Dezember um 1,1 Zähler auf 52,7 Punkte. Für Frankreich wiederum fiel der Wert im Dezember auf 47 Punkte, wobei Werte unter 50 Zählern auf eine wirtschaftliche Kontraktion hindeuten. Unter den Einzelwerten sticht heute die Aktie von Fiat hervor, welche bis zum Mittag um über 13 Prozent zulegen kann, nachdem das italienische Unternehmen gestern bekannt gab, seine US-Tochter Chrysler komplett übernehmen zu wollen. Durch die Verschmelzung möchte das Unternehmen zum siebtgrößten Autobauer der Welt aufsteigen. Um den Kauf zu stemmen, benötige das Unternehmen nach eigenen Angaben, keine Kapitalerhöhung. Am 31. Dezember beendeten der Dow Jones und S&P 500 jeweils mit einem neuen Rekordschlussstand das Jahr 2013. Vorbörslich handeln die amerikanischen Indizes gegenwärtig allerdings tiefer. Impulse könnten heute aus den USA in Form von Zahlen zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, der November-Statistik zu den Bauausgaben in der weltgrößten Volkswirtschaft und dem ISM-Einkaufsmanager-Index, folgen. Der Goldkurs zeigte sich zuletzt sehr volatil. Während am 31. Dezember der Kurs des Edelmetalls kurzfristig bis knapp an die potenzielle, Charttechnische Unterstützung bei etwa 1.180 US-Dollar zurückgefallen ist, erholte sich der Kurs im neuen Jahr bis auf gegenwärtig rund 1.222 US-Dollar. Charttechnisch interessant zeigt sich auch die Entwicklung des EUR/USD-Währungspaares. Der Kurs ist heute durch den 200-Stunden-EMA gefallen und nähert sich momentan einer Aufwärtstrendlinie vom 8. November 2013. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber dem Vorquartal *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden