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Starke US-Jobdaten lassen Zinshoffnungen schwinden

Die Indizes sind in Korrekturlaune nachdem sie getrieben von der Geldpolitik und der Feuerpause im Handelsstreit stark gelaufen sind. Die Märkte müssen einatmen und auch wieder ausatmen und wir scheinen jetzt in die Phase gekommen zu sein, wo auch mal wieder ein wenig ausgeatmet wird, ohne dass dabei bislang die übergeordneten Aufwärtstrends gefärdert werden würden. Im S&P 500 Index steht am Freitag eine Hanging Man Kerze im Chart, damit kann dem Freitagstief bei 2967 Punkten eine unterstützende Rolle beimgessen werden. Also von dort aus könnte es schon wieder aufwärts gehen. Wird also spannend sein zu sehen wie der Index sich dort verhalten wird. Der DAX hat eine volle Bewegung vom Dezembertief bei 10277 Punkte bis zur 423,6% Fibonacci-Preiserweiterung bei 12531 Punkten absolviert. Jetzt wird es darum gehen, ob der Index die Kurslücke vom G20-Wochenende schließt - das würde bedeuten dass es noch einmal zu einem Rückgang bis 12400 Punkte kommen könnte. Nachrichtentechnisch ist über das Wochenende nichts weltbewegendes passiert, sodass den technischen Faktoren eine größere Bedeutung beigemessen werden muss. Die Deutsche Bank ist mit einem Plus von über 3% vorbörslich Hauptgewinner im DAX, nachdem das angeschlagene Bankhaus bekanntgab, 18.000 Stellen streichen zu wollen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass die amerikanische Notenbank die Leitzinsen Ende des Monats um 50 Basispunkte senken wird ist nach den stärker als erwarteten Arbeitsmarktdaten vom Freitag auf 4,9% gefallen, aber der Markt rechnet jetzt fest mit einer Senkung um 25 Basispunkte. Der französische Zentralbankchef sagte am Sonntag gegenüber einer Zeitung, dass ein neues geldpolitisches Lockerungspaket von der EZB noch diesen Monat kommen könnte, wenn es die Daten erfordern würden. Also man muss in der laufenden Korrektur im DAX auf jeden Fall die Zentralbanken im Blick behalten, die jederzeit intervenieren könnten. 


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