Marktupdate - DAX arbeitet sich nahe an 9.400-Punkte-Marke heran / Standard & Poor’s reduziert EU Kredit-Rating

Marktupdate - 20.12.2013 - Stand: 12:40 Uhr Andreas Paciorek / Marktanalyst CMC Markets UK Plc Der DAX steigt den dritten Tag in Folge* und nähert sich zum Ende der Handelswoche der 9.400-Punkte-Marke. Während der MDAX ebenfalls zulegen* kann, bleibt der TecDAX nahezu unverändert*. Der Handel verläuft bisher etwas impulslos, da aber heute ein Börsen-Hexensabbat ist, das bedeutet dass an der Terminbörse Eurex heute mehrere Kategorien von Derivaten auslaufen, kann es trotz dünner Nachrichtenlage zu größeren Kursschwankungen kommen. Unterstützt wird der DAX von der Aussicht auf ein gutes Konsumklima in Deutschland. Das Marktforschungsinstitut Gfk prognostiziert für Januar einen Anstieg ihres Konsumklima-Index auf 7,6 Punkte. Die Stimmung unter den deutschen Verbrauchern wäre demnach so gut wie seit 6 Jahren nicht mehr. Standard and Poor’s entzog der Europäischen Union heute Ihre Spitzenbewertung AAA. Die US-Ratingagentur teilte heute mit, dass das Langfrist-Rating auf AA+ gesenkt werde. Begründet wurde die schlechtere Note mit Spannungen bei den Verhandlungen zum EU-Haushalt. Zudem befürchtet die Ratingagentur, dass der Rückhalt für die EU in einigen Mitgliedsländern sinken könnte. Im Vorfeld waren bereits weitere EU-Mitgliedsländer wie Frankreich, Italien und die Niederlande herabgestuft worden. Vor der Markteröffnung handeln der Dow Jones und S&P 500 etwas über den jeweiligen Vortagesschlusskursen. Der Nasdaq 100 tendiert im Moment um etwa 3.503 Zähler. Der USD verteuerte sich weiter gegen den JPY und EUR. Während die europäische Gemeinschaftswährung gegenwärtig etwas unter 1,3650 USD notiert, erreicht der USD gegen den JPY ein 5-Jahreshoch und handelt gegenwärtig bei über 104 JPY. Laut einer Umfrage durch Bloomberg, geht eine Mehrzahl der befragten Volkswirte von einem Preisverfall bei Rohöl der Sorte WTI in der nächsten Woche, aus. Der Kurs der Sorte WTI handelt gegenwärtig an seinem 200-Tage-Durchschnitt. Nachdem der Goldkurs gestern unter eine potenzielle, charttechnische Unterstützung bei 1.212 US-Dollar gefallen ist, setzte sich der Wertverlust bis auf knapp 1.900 US-Dollar fort, von wo aus eine leichte Erholung einsetzte. Bevor die Handelswoche zu Ende geht, gibt das US-Handelsministerium die endgültigen Zahlen für das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal bekannt. Die vorläufigen Zahlen hatten ein annualisiertes Quartalswachstum von 3,6 Prozent ausgewiesen. Etwas später wird noch das Verbrauchervertrauen der Euro-Zone für den Monat Dezember erwartet. Analysten erwarten hier eine leichte Besserung auf -15*** von zuvor -15,4 Punkten. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber dem Vorquartal *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden