Spezial: Fed-Statement und anschließende Yellen-Pressekonferenz im Fokus

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Bereits im Vorfeld dieser zweitägigen Offenmarktausschuss-Sitzung taten viele US-Notenbanker ihre Ansichten kund. Während im März noch 15 der 17 US-Notenbanker eine Zinserhöhung diesen Monat erwarteten, ruderten Viele rhetorisch zurück. Einige favorisieren sogar einen Zinsschritt erst in 2016. Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds schließen sich dem an. Oft genug hat die Fed auch gezeigt, dass sie mit einem Auge auch die Entwicklung an den Börsen beobachtet. Zuletzt hatten wir US-Indizes die wieder zurückgefallen sind, nachdem sich neue Rekorde als Fehlausbrüche erwiesen. Damit stellt sich die Frage, ob die US-Notenbanker mit Hinweisen, dass die Zinswende schon im September erfolgen könnte, riskieren, nicht nur die Märkte zu verschrecken, sondern auch dem US-Dollar wieder Auftrieb zu geben. Nicht verwunderlich dass die Markterwartungen an dovische Töne heute hoch sind. Damit erhöht sich allerdings auch das Überraschungspotenzial, sollten die US-Notenbanker den September stärker in den Fokus rücken. Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus der größten Volkswirtschaft der Welt liefern ein unklares Bild. Während der Arbeitsmarkt und die Löhne zulegen konnten, weist die Industrieproduktion und die Gewinnentwicklung der Unternehmen auf Gegenwind durch den starken US-Dollar hin. Auch aus dem Immobiliensektor kamen gemischte Signale: Sowohl Überraschungen nach oben als auch nach unten lassen kein klares Bild von diesem wichtigen Sektor zeichnen, wobei in der Tendenz aber doch eine positive Entwicklung festzustellen ist. Auch die Inflation hat wieder zaghaft zugelegt, nicht nur in den USA sondern auch in der Eurozone und Großbritannien. Die US-Notenbanker haben auch die Aufgabe sich auf die Möglichkeit einer plötzlich anziehenden Inflation als auch Normalisierung der Geldpolitik vorzubereiten. Diese Möglichkeit dürften sie verstärkt nutzen, auch um sich Spielraum zu eröffnen, bei einer abflauenden Konjunkturentwicklung wieder zurückrudern zu können. Anhaltspunkte dafür, dass die US-Notenbanker wieder mehr Zuversicht für die Wirtschaftsentwicklung hegen, würde eine Anhebung der Prognose für die Wirtschafts- und Inflationsentwicklung in diesem Jahr liefern. Im März hatte die Fed diese noch zurückgenommen, zwischenzeitlich hellte sich die Konjunkturdatenlage aber wieder sichtlich auf und überraschte in der Tendenz eher positiv. Fed-Chefin Janet Yellen hat immer wieder betont, dass die Entscheidung zugunsten oder gegen eine Anhebung von der Datenlage abhängen wird. Die Marktteilnehmer, die das Statement und die anschließende Pressekonferenz genau auf die Einschätzung der Wirtschaft abklopfen werden, könnten bei einer leichten Richtungsänderung verschnupft reagieren. Insgesamt könnte aber nach einer Verdauungsphase auch den Marktteilnehmern eine robuste Wirtschaftsentwicklung lieber sein, als sich ständig die Frage stellen zu müssen, ob sich ein Einstieg noch lohnt, alleine weil die US-Notenbank die Zinsen noch nicht anheben will. Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.