Marktupdate: DAX fällt leicht zurück / Russisch-ukrainisches Treffen in Minsk, US-Auftragseingänge und Verbrauchervertrauen im Fokus

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Nachdem der DAX gestern mit einem Plus von knapp 1,8 Prozent* auf über 9.500 Punkte einen starken Wochenauftakt hinlegte, kam es heute Vormittag zu Gewinnmitnahmen. Gestern hatte die Aussicht auf zusätzliche geldpolitische Maßnahmen der EZB die Kurse weltweit befeuert. In Asien kam es allerdings zu Gewinnmitnahmen, nachdem der S&P 500 die kurzzeitig geknackte 2.000-Punkte-Marke nicht verteidigen konnte und auch der Dow Jones unter seinem Allzeithoch verblieb. Dennoch konnten beide Leitindizes ein Plus von knapp über 0,4 Prozent* verbuchen. Der Nikkei 225 gab mit dem Hintergrund einer kleinen Erholung des JPY gegen den USD knapp 0,6 Prozent* ab, der Hang Seng-Index etwa 0,4 Prozent*. Viele Anleger stellen sich nun die Frage, ob es dem S&P 500 ähnlich ergehen wird wie dem DAX, dem nach dem Knacken der 10.000-Punkte-Marke die Luft ausging. In den USA drehen sich die Spekulationen anders als in Europa um eine frühere Zinsanhebung als bisher erwartet, was für die Aktienmärkte dämpfende Signale bedeuten könnte. Allerdings rührt der etwas restriktivere Ton der amerikanischen Notenbank auch aus einer Stärke der US-Volkswirtschaft her, was auf weiter sprudelnde Unternehmensgewinne hoffen lässt. So scheint der Markt in den USA zurzeit seine Richtung finden zu wollen. Wichtige US-Konjunkturdaten, wie das Verbrauchervertrauen und die Auftragseingänge langfristiger Gebrauchsgüter heute Nachmittag, könnten wichtige Impulse liefern. Charttechnisch gesehen könnte der DAX sich mit seinem gestrigen Sprung über die charttechnische Marke von 9.476, wo die Abwärtstrendlinie vom 04. Juli und das 50%-Retracement zwischen dem Allzeithoch und Jahrestief zusammenliefen, etwas Luft nach oben verschafft haben. Aktuell sehen wir den DAX allerdings um dieses Kursniveau an der oberen Trendkanallinie konsolidieren. Sollten die Bullen die 9.400-Punkte-Marke verteidigen können, ist in den folgenden Sessions ein Anlauf auf das 61,8%-Retracement-Level bei etwa 9.612 Punkten möglich. Davor müsste allerdings zuerst auch der 200-Tages-Durchschnitt bei gegenwärtig rund 9.510 Zählern überwunden werden. Ein negativer Ausbruch des DAX aus dem aktuellen Trendkanal und unter die 9.260-Punkte-Marke würde das Chartbild erheblich eintrüben und den Kanal als bärische Flagge bestätigen, die auch die 8.900-Punkte-Marke wieder auf den Radar bringen könnte. Die Aussicht auf eine divergierende Geldpolitik in den USA und im Euroraum - dort eine potenziell frühere Zinswende und hier die Möglichkeit einer Ausweitung der lockeren Geldpolitik - haben in Asien den EUR/USD-Kurs auf ein 12-Monats-Tief bei 1,3178 US-Dollar gedrückt. Aktuell erholt sich der EUR allerdings ein wenig von den jüngsten Kursverlusten auf gegenwärtig knapp über 1,32 US-Dollar. Von Freitag auf Montag hatte der EUR/USD-Kurs mit einem Abwärtsgap von fast 40 Pips eröffnet, welches bisher nicht geschlossen wurde. Wichtige Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum werden heute nicht erwartet. Für Impulse könnte allerdings das Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Putin und dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko zum Thema Ukraine-Krise sorgen. Ein gewichtiger Knackpunkt der Verhandlungen dürfte Russlands Forderung an die Ukraine sein, die Annexion der Krim zu akzeptieren, was die Ukraine kaum hinnehmen dürfte. Da die Erwartungen an die Verhandlungen gering sind, könnten auch kleine Fortschritte, wie beispielsweise die Vereinbarung einer Waffenruhe, vom Markt positiv aufgefasst werden. So oder so haben sich die Worte und die Taten Putins in der Ukraine-Krise aber immer wieder als zwei verschiedene Dinge erwiesen, weswegen die Aussichten für die Ukraine gegenwärtig nicht besonders rosig erscheinen. Der Fokus liegt heute auf den Konjunkturdaten, die ab dem Nachmittag aus den USA erwartet werden. So werden nicht nur die Auftragseingänge langfristiger Gebrauchsgüter für den Juli veröffentlicht, sondern auch das US-Verbrauchervertrauen des aktuellen Monats und der Richmond Fed Index. Analysten erwarten bei den Zahlen zu den Auftragseingängen einen kräftigen Sprung von 7,5 Prozent***. Für das US-Verbrauchervertrauen im August gehen Volkswirte hingegen von einem leichten Rückgang von 90,9 Zählern im Vormonat auf aktuell 88,5*** aus. Der Richmond Fed Index könnte im August auf 6 Punkte*** gefallen sein von 7 Punkten im Juli. Während der Dow Jones aktuell vorbörslich etwa auf dem gestrigen Schlusskursniveau gehandelt wird, handelt der S&P 500 gegenwärtig etwas tiefer*. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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