Die Aktien der österreichischen Bank RBI konnten ihren Wert innerhalb von 13 Monaten – von Jänner 2017 bis Jänner 2018 – genau verdoppeln. Der Kurs ist von EUR 17,70 auf EUR 35,40 gestiegen. Wie bei den meisten Aktienindizes global konnte sich auch der österreichische Markt den Kursverlusten im Februar 2018 nicht entziehen. Der starke Jänner-Anstieg wurde in 2 Tagen komplett korrigiert. Manche Werte konnten sich erholen, manche befinden sich bereits in einem Abwärtstrend. So auch die Aktien der Raiffeisen Bank International.

Dank negativer Nachrichten wurde die Aktie am 9. April 2018 um 13% niedriger gehandelt als am Vortag. Durch diesen starken Kursrutsch wechselte der charttechnische Trend der Aktie in einen Abwärtstrend. Danach konnte sich der Kurs bis 30,68 Euro wieder erholen und durch diesen Anstieg wurde das Short-Momentum wieder abgebaut. Anleger haben die steigenden Kurse bei 30,68 Euro wieder zum Verkauf genutzt.

Wie am folgenden Chart ersichtlich bildeten sich fallende Hochs und fallende Tiefpunkte aus. Dieses Bild spricht für einen klassischen Abwärtstrend.

Der Kurs konnte zwischen 23 und 24 Euro unterstützt werden, der Verkaufsdruck ging zurück. Aktuell notiert der Kurs um die 25-Euro-Marke.

Wie könnte es nun weitergehen?

Das erste charttechnische Kursziel bei einem steigenden Szenario liegt bei EUR 27,75. Sollte diese Bewegung eintreten, wäre der Kurs auch dann noch in einem Abwärtstrend. Erst über 29,60 Euro wäre wieder Hoffnung für einen stabileren Kursanstieg. Anleger, die auf einen Anstieg spekulieren, können ihre Stop-Loss-Aufträge für Verlustbegrenzung bei EUR 22,92 platzieren. Bei einer positiven Entwicklung des Aktienkurses kann der Stop dann laufend nachgezogen werden, um Risiko zu verringern.

Fällt der Kurs unter 22,90 dann könnten weitere Abgaben bis 21,00 und dann bis 19,40 Euro folgen.

Wo sich ein Boden endgültig ausbilden wird kann niemand sagen. Jeder Börsianer – gleichgültig, ob kurzfristiger Trader oder langfristiger Investor – handelt lediglich Wahrscheinlichkeiten. Um diese Wahrscheinlichkeiten optimaler einschätzen zu können, braucht man Tools zum Beispiel in Form der technischen Analyse. Ein gesunder Mix aus Fundamentaldaten, Nachrichten und Chartanalyse kann dem Anleger bereits einen Vorteil im Markt bieten.

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