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Rally im DAX und Gold; Öl schwach (CMC Espresso 14.4.20)

CMC Markets

Die viel erwartete Senkung der Ölfördermengen führender Ölproduzenten war vielen Anlegern im Moment zu gering, um die sinkende Nachfrage aufzufangen. Die gute Nachricht ist, dass selbst Mexiko sich dem Abkommen anschloss, obwohl die staatliche mexikanische Ölgesellschaft Pemex durch Vorausverkäufe wohl eine der weltweit einzigen ist, die derzeit noch Öl satt im Gewinn verkaufen kann. Mexiko hat nämlich seine 2020er Ölproduktion zu 49 Dollar vorausverkauft und ich weiß nicht, was man Mexiko angeboten hat, trotzdem weniger Öl zu fördern. Am Markt veranschlagt man für Öllieferungen im Sommer jetzt 31% Aufschlag - 29,55 Dollar kostet ein Fass Lieferung sofort, 38,55 Dollar kosten Lieferungen im August.

Technisch steht die Bodenbildung im Rohöl (WTI) Cash CFD möglicherweise vor einer Belastungsprobe. Der Bereich um 21,62 US-Dollar bis 19,69 US-Dollar müsste technisch betrachtet bei einem Rücklauf halten, um die Bodenbildung nicht zu gefärden. Ein weiter Bereich, der zeigt, dass die Schwankungen am Ölmarkt weiterhin als überdurchschnittlich hoch anzusehen sein könnten.



Die Lockerungsmaßnahmen des Lockdown, die jetzt diskutiert werden, bringen auch den Zeitpunkt näher, an dem die hohe Liquidität, die von Zentralbanken und Regierungen zur Stützung der Wirtschaft in den Markt gepumpt wurde, zu arbeiten beginnen wird. Das weckt Inflationserwartungen und Anleger sehen wohl im Goldpreis eine Absicherung gegen solche Entwicklungen. Gold ist nach Ostern dort unterwegs, wo es vor Ostern auch schon war: Nach oben. 1704,08 US-Dollar pro Unze per Monatsschlusskurs zu überschreiten könnte gleichbedeutend mit einem möglichen Signal für einen Folgeanstieg bis 1907,29 US-Dollar pro Unze sein. Ein Rutsch darunter könnte die Nervosität am Goldmarkt wieder steigen lassen. 

Die Bodenbildung im DAX ist in vollem Gange, jetzt müssen wir beobachten, ob die Bewegung stark genug ist, die 61,8% Extensionsmarke bei 11487 Punkten zu erreichen. Anschließend - oder, wenn die Stärke des Ausbruchs nicht groß genug ist, könnte es zu einem Test der Ausbruchsmarke bei 10142 Punkten kommen. Da könnte erneut dann ein Test anstehen, ob die überzeugten Käufer im DAX noch zu sehen sind, obwohl die Wirtschaftsdaten immer schlechter werden dürften. In dieser Woche werden einige Großbanken Quartalszahlen präsentieren - weiteres Puzzlesteinchen, die es gilt zu einem großen Ganzen zusammenzufügen, um zu sehen, wie stark die wirtschaftlichen Auswirkungen des Lockdowns sein werden.

Quartalszahlen in dieser Woche:

Dienstag: JP Morgan, Wells Fargo, Johnson & Johnson

Mittwoch: Citigroup, Bank of America, UnitedHealth, Goldman Sachs

Donnerstag: United Airlines, Blackrock, Intuitive Surgical

Freitag: Alcoa, Morgan Stanley, PepsiCo, Schlumberger

 


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