Marktupdate: DAX erobert 9.300 Punkte zurück / Positive Vorgaben aus den USA und Asien beflügeln, US- und UK-Inflation im Fokus

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Auch am Dienstag setzt sich die Gegenbewegung nach den heftigen Kursverlusten am Freitag weiter fort. Direkt zur Handelseröffnung kann der DAX auch die 9.300-Punkte-Marke, von der er am Freitag abstürzte, zurückerobern. Gestützt wird der DAX dabei einerseits von der Hoffnung auf eine Entspannung in der Ukraine. Trotz der ukrainischen Behauptung einen russischen Militärtransport teilweise zerstört zu haben, dementiert Russland Truppen in die Ukraine entsendet zu haben. Auch hoffen Investoren nach der Außenministerkonferenz zur Ukraine-Krise auf eine Annäherung der Konfliktparteien und eine diplomatische Lösung. Allerdings zeigt die heftige Reaktion vom Freitag auch, dass an den Börsen nach wie vor Unsicherheit herrscht und negative Meldungen aus den Krisenregionen – ob bestätigt oder nicht – ein Rückschlagrisiko bieten. Auch die Vorgaben aus den USA und Asien beflügeln heute den DAX. So konnten die US-Leitindizes gestern kräftig zulegen. Der Dow Jones schloss rund 1 Prozent*, der S&P 500 knapp 0,8 Prozent* höher, während der Nasdaq 100 mit Schwung über die 4.000-Punkte-Marke auf ein 13-Jahres-Hoch stieg. Besser als erwartete Zahlen zum US-Immobilienmarkt hoben hier ebenfalls die Stimmung. Der Nikkei 225 konnte über Nacht knapp 0,8 Prozent* zulegen. Aus charttechnischer Sicht könnte der Ausbruch über die 9.260-Punkte-Marke dem DAX den Weg bis zur 9.400-Punkte-Marke ebnen. Aktuell kämpft der deutsche Leitindex mit dem 38,2%-Fib-Retracement-Level bei knapp 9.335 Punkten. Bei 9.400 Punkten könnte es dann zu einem wichtigen Gefecht zwischen den Bullen und Bären kommen. Dort befindet sich einerseits ein potenzieller Widerstand, aber gegenwärtig auch die obere Trendkanallinie vom Jahrestief. Wichtige Wirtschaftsdaten aus Europa kommen heute vor allem aus Großbritannien. Dort wurden Inflationszahlen, sowie der Einzelhandelspreisindex für den Monat Juli veröffentlicht, die jeweils schwächer ausfielen, als im Vorfeld von Analysten erwartet worden war. So lag die Kern-Inflation auf Jahressicht im Juli bei 1,8 Prozent gegenüber den erwarteten 1,9 Prozent. Der Einzelhandelspreisindex ging im Juli auf 256 Punkte zurück**, während Volkswirte hier 256,2 Punkte*** prognostiziert hatten. Angesichts der positiven Wirtschafts- und Inflationsentwicklung auf der Insel, gab es zuletzt viele Spekulationen um eine potenzielle Zinserhöhung der Bank of England noch in diesem Jahr. Nach den heutigen Zahlen gab der GBP gegen den EUR und den USD leicht ab*. Aktien des DAX-Wertes Thyssen Krupp können heute nach einem Bericht des „Handelsblatt“ über eine optimistische Prognose des Industriekonzerns knapp 2 Prozent zulegen. Der Fokus liegt heute auf zahlreichen Konjunkturdaten aus den USA. So werden unter anderem Zahlen zur Verbraucherpreisentwicklung und zum Immobilienmarkt in den USA erwartet. Angesichts der Spekulationen um eine frühere Zinserhöhung in den USA könnte eine stärker als erwartete Verbraucherpreisentwicklung diesen neue Nahrung geben. Moderate oder unter den Erwartungen liegende Inflation könnten diese Spekulationen wiederum dämpfen. Analysten prognostizieren einen Anstieg im Juli im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent. Auf Jahressicht wird eine Kerninflation von 1,9 Prozent*** erwartet. Der EUR gibt gegenwärtig vor Veröffentlichung der Zahlen leicht gegen den US-Dollar ab. Sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 handelt aktuell vorbörslich über den gestrigen Kursen und deuten damit eine freundliche Eröffnung an. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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