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Goldminen Aktien steigen - Goldpreis nahe Mehrjahreshoch

CMC Markets

Update 27 März 2020 11:07 Uhr:

Der Goldpreis hat im großen Bild - solange er sich über 1532 US-Dollar hält - aus charttechnischer Sicht weiterhin die Chance über 1923 US-Dollar und möglicherweise fortfolgend zu der viel beachteten psychologischen Marke von 2000 Dollar pro Unze anzusteigen. 

Der Goldpreis rannte im alten Jahr fünf Monate lang gegen den Widerstand bei 1532 USD/Unze an.

1532 USD/Unze - das ist nicht irgendeine Unterstützung. Als sie vor sieben Jahren brach kam es zu dem heftigsten Ausverkauf, den der Goldmarkt jemals erlebte. Was damit begann, war ein jahrelanger Bärenmarkt bei Gold. Nun sind wir wieder dort. Und sogar darüber. Denn:

Das Coronavirus und damit einhergehende neue Rezessionsgefahren haben den Ausbruch über diesen Widerstand gebracht. Hält sich der Goldpreis darüber könnte es nun zu einem bullischen Druckaufbau in Richtung 1800 USD/Unze kommen. Dort liegt der Punkt 2 eines 123-Tops aus den Jahren 2011 bis 2013. Ein erneuter Rückfall unter 1532 USD/Unze könnte die damalige Trendwende reaktivieren. Plötzlich ist technisch ein Ende des jahrelangen Bärenmarktes beim Gold möglich geworden. 

Die US-Investmentbank Goldman Sachs, die vor sieben Jahren zum Verkauf von Gold riet, schreib mittlerweile, dass es an der Zeit sei, wieder in Gold zu investieren. Liegt sie richtig?

Gold wurde während des Börsencrashs ebenfalls in Sippenhaft mit verkauft, aber knapp unter 1532 $ fing sich der Goldpreis wieder und fand neue Käufer. Die Verkäufer von vor sieben Jahren sind also nicht wieder aktiv geworden. 

Goldman Sachs geht davon aus, dass Angst getriebene Goldkäufe die Liquidität im Gold bestimmen könnten. Genau so ein Szenario gab es auch im November des Jahres 2008. Damals stieg der Goldpreis von 724 US-Dollar in den Folgemonaten bis 1921 US-Dollar an. Es gab also eine Preissteigerung 165 %. Nun sollte man die technische Lage im Blick behalten - vor allem das Verhalten des Goldpreises relativ zu der wichtigen Unterstützung von 1532 US-Dollar. Hält sich Gold darüber besteht die Möglichkeit für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Erst bei einem Rutsch darunter würde die technische Situation abermals ins Wanken geraten. 

 

Update 26 Februar 2020 11:07 Uhr:

Der Goldpreis und der Silberpreis sind beide kräftig gestiegen. Wahrscheinlich zu schnell in kurzer Zeit hat eine Korrektur in den vergangenen Tagen den Goldpreis wieder um 42 US-Dollar fallen lassen. Der Goldpreis aktuell handelt bei 1647 US-Dollar. Bei diesem Goldkurs ergibt sich nun technisch betrachtet eine Möglichkeit für eine Trendwende. Es hat sich ein 123-Tief ausgebildet - ein klassisches Trendwendemuster. Im Stundenchart besteht nun über 1646 US-Dollar die Möglichkeit für steigende Kurse. Ein erneuter Rückfall darunter würde die Bodenbildung im Goldkurs in Frage stellen.

Hält der Boden und steigt der Goldkurs in den nächsten Tagen an gilt es das vor einigen Tagen entstandene Top zu attackieren. Im bullischen Falle sollte dabei möglichst der Widerstand bei 1669,65 US-Dollar überwunden werden. Der Goldpreis Chart zeigt also aktuell eine möglicherweise positive Goldpreisentwicklung an - wenn es gelingt, 1646 US-Dollar als neue Unterstützung zu verteidigen. Die Goldpreisentwicklung würde sich charttechnisch möglicherweise eintrüben, wenn diese Unterstützung nicht gehalten werden kann. Dann wäre die Bodenbildung im Stundenkerzenchartintervall in Frage zu stellen. Unter 1625,31 US-Dollar könnte ein Test der 200-Stunden-Durchschnittslinie und eine mögliche weitere Korrekturfortsetzung drohen. 

Die Angst vor einer weltweiten Coronavirus-Pandemie hat Anleger dazu bewegt, Aktien zu verkaufen und Gold zu kaufen. Der aktuelle Goldpreis zeigt nun also Signale einer möglichen erneuten Trendaufnahme nach oben, nachdem er seit einigen Tagen korrigierte. Es ist das erste 123-Tief seit Beginn der Korrektur am 24. Februar. 

Wie sieht es mit dem Silberpreis aus?

Der Silberpreis und die Silberpreisentwicklung werden oft als kleiner Bruder des Goldes betrachtet. Tatsächlich bewegt sich Silber tendenziell in die gleiche Richtung wie das Gold, wird aber aufgrund seiner stärkeren industriellen Nutzung gegenüber dem Schmuckmetall Gold stärker durch konjunkturelle Trends getrieben. Die Aussichten für eine breite weltweite konjunkturelle Aufschwungphase haben sich durch das Virus eingetrübt. Das lastet auch auf dem Silberkurs. 

Unter 19,22 US-Dollar Silber pro Unze haben wir es technisch mit einem aktiven 123-Top zu tun. Der Silberkurs könnte sich demzufolge in einer laufenden korrektiven Bewegung befinden. Man kann sich an den Fibonacci-Marken als mögliche Unterstützungen  und Widerstände orientieren. Die Silberpreisentwicklung würde sich aufhellen wenn es gelänge, den Widerstand bei 19,22 US-Dollar pro Silberunze nachhaltig zu überwinden und als neue Unterstützung zu bestätigen. Dann könnte es zu einem bullischen Druckaufbau gegenüber dem Hoch bei 21,13 US-Dollar kommen.

Artikel von 19 Feb 2020 14:05 Uhr:

Eigentlich hatte Robert Kaplan, der Präsident der amerikanischen Zentralbank von Dallas, gestern in einer Rede für Ruhe sorgen wollen, als er darauf hinwies, dass die Leitzinsen im Restjahr 2020 wahrscheinlich dort, wo sie aktuell sind, auf einem gerechtfertigten Niveau liegen würden. 

Am Markt glaubt ihm das kaum jemand. Nahezu 85% der Trader rechnen damit, dass die Leitzinsen bis Jahresende mindestens einmal gesenkt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die amerikanische Notenbank zur Sitzung am 16. Dezember den Leitzins um 25 Basispunkte gesenkt haben wird, wird mit 34,2% veranschlagt.

Eine Senkung um 50 Basispunkte ist zu 30,7% wahrscheinlich, die Wahrscheinlichkeiten für 75 bzw. sogar 100 Basispunkte Senkung liegen bei 14,7% bzw. 4%. Einige rechnen sogar mit noch mehr. Seit einigen Tagen findet sich dort auch ein Eintrag für eine Senkung der amerikanischen Leitzinsen auf Null (!). Die Wahrscheinlichkeit dafür ist mit 0,1% verschwindend gering. Aber es ist bezeichnend, dass es dafür überhaupt Positionen gibt. 

Amerikanische Staatsanleihen: Ausbruch voraus?

Wenn Anleihenkurse steigen, sinken umgekehrt dazu die Zinsen. Der Chart amerikanischer Staatsanleihen kennt seit Oktober 2018 übergeordnet nur eine Richtung: Die nach oben. In anderen Worten: Seit gut eineinhalb Jahren sinken die Zinsen in den USA. Im November und Dezember gab es ernsthafte Versuche, eine Trendwende bei den amerikanischen Zinsen einzuleiten. Die Erwartung einer konjunkturellen Erholung hätte zu einer Verkleinerung der Bilanz durch die amerikanische Notenbank führen können, die seit Monaten kurzlaufende amerikanische Staatsanleihen kauft, um für Liquidität zu sorgen. Mittlerweile gibt es immer mehr Zweifler, ob die Fed an dieser Strategie festhalten kann, weil die Wachstumssorgen durch das Coronavirus zugenommen haben. 

Dieser Zweifel drückt sich in den beiden grünen Kreisen im Chart der US-T-Notes aus. Sie zeigen den Versuch der zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihen eine Trendwende einzuleiten, nachdem man zuvor jeweils an der Ausbildung neuer Hochs gescheitert war. Eine Trendwende wurde abgelehnt - amerikanische Staatsanleihen stiegen Anfang Februar auf ein neues Hoch. Ist das ein Vorbote noch tieferer Zinsen in den kommenden Wochen in den USA?

Sinkende Realzinsen - Zunder für Gold

Historisch betrachtet sind Zeiten sinkender Realzinsen oft die besten Zeiten für das Gold. Realzinsen sinken, wenn sich die Nominalzinsen nach unten bewegen und die Inflation gleichzeitig gleichbleibt oder sogar noch zunimmt. Gold nimmt tiefere Zinsen in den USA mit einem Anstieg in den vergangenen zwei Wochen vorweg. Der Goldpreis rannte im alten Jahr fünf Monate lang gegen den Widerstand bei 1532 USD/Unze an.

1532 USD/Unze - das ist nicht irgendeine Unterstützung. Als sie vor sieben Jahren brach kam es zu dem heftigsten Ausverkauf, den der Goldmarkt jemals erlebte. Was damit begann, war ein jahrelanger Bärenmarkt bei Gold. Nun sind wir wieder dort. Und sogar darüber. Denn:

Das Coronavirus und damit einhergehende neue Rezessionsgefahren haben den Ausbruch über diesen Widerstand gebracht. Hält sich der Goldpreis darüber könnte es nun zu einem bullischen Druckaufbau in Richtung 1800 USD/Unze kommen. Ein erneuter Rückfall darunter könnte die damalige Trendwende reaktivieren. Plötzlich ist technisch ein Ende des jahrelangen Bärenmarktes beim Gold möglich geworden. 

Junior Goldminen Aktien hinterfragen Top-Bildung

Ein ähnliches Chartbild ist bei den kleineren Goldminenaktien zu sehen. Der bei CMC Markets mit einem Hebel von Fünf und einer fixen Kommission von 10 US-Dollar (unabhängig von der Stückzahl) handelbare Vaneck Vectors Junior Gold Miners ETF-CFD attackiert ein 123-Top der Jahres 2016 und 2017 und sollte die Marke von 41,12 US-Dollar halten könnte es zu einem Ausbruch nach oben und einen bullischen Druckaufbau kommen. 

Barrick Gold: Branchenprimus attackiert das Top

An einer ähnlichen technischen möglichen Hopp oder Topp Marke ist Barrick Gold angelangt. Die Barrick Aktie, die größte im Goldminensektor, muss sich über 19,53 USD etablieren, um wie Gold und die Junior Gold Miners einen bullischen Druckaufbau zu ermöglichen. Über 19,53 USD muss das technische Trendwendemuster des Jahres 2016 in Frage gestellt werden, darunter wäre es wieder intakt.

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ProduktSpreadHebel ab*Short?**Handelszeiten
Rohöl Brent310:1So 00:00 - Fr 23:00 (Pause tägl. 00:00-02:00 Mo-Do)
Rohöl (WTI)310:1So 00:00-Fri 23:00 (Pause tägl. 23:00-00:00 Mo-Do)
Benzin2,510:1So 00:00-Fri 22:00 (Pause tägl. 23:15-00:00 Mo-Do)
Gold0,320:1So 00:00-Fri 22:00 (Pause tägl. 23:00-00:00)
Erdgas0,310:1So 00:00-Fr 22:00 (Pause tägl. 23:00-00:00 Mo-Do)
Silber2,510:1So 00:00-Fr 22:00 (Pause tägl. 23:00-00:00)

*Der Hebel verstärkt Gewinne und Verluste gleichermaßen.
**Bitte beachten Sie, dass wir nach eigenem Ermessen Ihre Möglichkeit long oder short zu gehen einschränken können.

 


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