Analysis

Ölpreis: Chevron vs. Exxon

CMC Markets

Die Öl-Giganten Chevron und Exxon Mobil  hatten im Jahr 2020 mit vielen Herausforderungen zu kämpfen, da die Nachfrage in diesem Frühjahr rapide wegbrach und die Rohölpreise nachgaben.

Die Schwemme des Ölangebots ist nach wie vor hoch und der Aufschwung schwach, da viele Unternehmen weiterhin unter den Folgen des Lockdowns und der Rezession leiden. Die Nachfrage nach Flugzeugtreibstoff ist ebenfalls weggebrochen und notiert seither auf einem historisch niedrigen Niveau. Die Verbrauchsraten stiegen zwar im Sommer wieder leicht an, aber das weltweite Überangebot an Öl verstärkt die Probleme der Branche. Die Ölpreise sind in letzter Zeit wieder gesunken und bewegen sich um die 40 Dollar pro Barrel.

Exxon muss den Dow-Jones-Index verlassen 

Die Exxon Aktie  wurde am 31. August aus dem Dow Jones Industrial Average herausgenommen, in welchen sie seit 1928 vertreten war, als sie noch unter dem Namen Standard Oil bekannt war.  
Die Exxon Aktie ist aufgrund seines Ausscheidens aus dem Dow-Jones-Index wahrscheinlich noch etwas stärker im Preis gedrückt worden. Langfristig dürfte es keinen großen Unterschied machen, ob die Aktien im Index sind oder nicht. Es ist zwar prestigeträchtig für ein Unternehmen, in den Dow aufgenommen zu werden, aber kein Investmentkriterium für einen Anleger. 
Chevron ist nun der einzige Energiekonzern im Dow, der sich aus 30 großen US-Unternehmen aus verschiedenen Sektoren zusammensetzt.

Chevron vs. Exxon 


Wenn es beiden Unternehmen gelingt die hohen Auszahlungssummen in Form von Dividenden beizubehalten, könnte dies eine interessante Form für Anleger bieten, die stabile Auszahlungen und Dividenden anstreben. Die aktuelle Dividendenrendite von Exxon liegt bei etwa 10,2 %, während die von Chevron bei etwa 7 % liegt. Sowohl Exxon als auch Chevron schütten etwa 80 % ihres Cashflows in Form von Dividenden aus. 
Exxon könnte Schwierigkeiten haben, seine Dividendenrendite in der Zukunft beizubehalten. Das Unternehmen sagte, dass es wahrscheinlich Geld aus seinem Produktionsgeschäft verlieren wird. Grund dafür sind schwächere Preise für raffinierten Produkte und die könnten auch die Gewinnspanne um 200 bis 600 Millionen Dollar beeinträchtigen. Das Management geht derzeit davon aus, dass es die Schätzungen seiner Gewinnprognosen verfehlen wird. 
Die Exxon-Aktie erreichte im März einen Tiefststand von 30,06 USD. Aktuell steht die Aktie nur marginal besser dar und notiert im Bereich der 33 USD-Marke.  Auch Chevron erreichte im März einen Tiefststand, als es auf $ 51,60 fiel, derzeit notiert der Wert bei ca. 72 USD je Aktie. Im direkten Vergleich performte die Exxon-Aktien in den vergangenen sechs Monaten um etwa 12 % schlechter, als die Chevron Aktie. 

Herausforderungen für Exxon

Chevron habe ein stärkeres Gleichgewicht mit einer geringeren Nettoverschuldung in Bezug auf die Erträge. Chevron hat im Jahr 2020 eine positive freie Cash-Rendite, verglichen mit einem Defizit für Exxon. 
Exxon steht vor vielen Herausforderungen und die Investoren waren besorgt, über die hohen Investitionspläne des Unternehmens. Mittlerweile wurden die ursprüngliche Prognose  von 30 bis 35 Milliarden USD pro Jahr um 42 % gesenkt.
Selbst mit diesen reduzierten Investitionsausgaben würde Exxon ein Rohölpreis von ca. 65 Dollar je Barrel benötigen, um die erforderlichen  Barmittel abzurufen. Anderseits muss man einige Vermögenswerte verkaufen, um den Vertrieb in den nächsten fünf Jahren organisch aufrechtzuerhalten. 

Auch Chevron hat mit Gegenwind zu kämpfen, da seine Raffinerien an der Westküste unter Druck stehen. 
Die Stimmung ist derzeit sehr negativ für Exxon- und Energieaktien, da die Ölpreisentwicklung sehr unsicher scheint und die weltweite Nachfrage immer weiter abnimmt.  Während unsere Nutzung erneuerbarer Energien zunehmen wird, wird auch eine Zunahme des Erdgasverbrauchs prognostiziert, während der Ölverbrauch flach bis sinkend sein soll. Dies könnte Chevron und Exxon in die Lage versetzen, künftig einen größeren Anteil an den weltweiten Kohlenwasserstoffvorräten zu haben, da die großen europäischen Konkurrenten wie Shell oder BP mehr auf den alternative Energiemix setzen. 

Quelle: CMC Markets Plattform,Wochenchart, 07.10.20

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