Heute feiern die USA den Unabhängigkeitstag und die CFDs auf amerikanische Aktienindizes sind nur bis 19 Uhr handelbar, dann gibt es eine Pause bis 0 Uhr ohne amerikanischen Handel aber auch der elektronische Handel, der heute stattfinden wird, ist sehr ruhig zu erwarten und das wird vermutlich auch auf den DAX ausstrahlen. Aktienhandel gibt es heute in den USA überhaupt nicht, die Präsenzbörsen sind geschlossen. 

Technisch hat die Wall Street sich stark in diesen Feiertag verabschiedet, neue Allzeithochs und dem DAX gelingt damit ein Sprung über das Monatshoch bei 12622 Punkte was zumindest den Willen zeigt einer Rallyfortsetzung in den kommenden Handelstagen, sofern diese Unterstützung hält. 

Kommende Woche soll es offenbar ein Telefongespräch zwischen Trump und China geben, wo es um die Grundsätze gehen soll, wie der Handel zwischen den beiden Ländern formuliert und ausgestaltet werden soll und der amerikanische Handelsberater Navarro meint, beide Seiten seien jetzt sehr stark an der Lösung des Konflikts interessiert. 

Das wird auch wichtig sein, denn die Zinskurve in den USA zeigt seit acht Tagen wieder wachsende Rezessionsrisiken und die Vorabschätzungen auf die amerikanischen Arbeitsmarktdaten am Freitag belegen jetzt langsam aber sicher, dass der Arbeitsmarkt in den Staaten einen Gang runtergeschaltet hat. Der Russel 2000, der Nebenwerte-Aktienindex in den USA, ist immer noch deutlich unter seinem Allzeithoch und wenn man sich die Arbeitsmarktdaten von gestern anschaut sieht man auch warum: 

Die kleinen und mittelständischen Firmen in den USA haben offenbar Probleme und können die konjunkturelle Schwäche des ersten Halbjahres nicht so gut wegstecken wie die großen im S&P 500 Index gelisteten Firmen und das führt dazu, dass gerade sie ihre Neuanstellungen und Stellenschaffungen deutlich zurückgefahren haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass die amerikanische Notenbank am 31. Juli an der großen Zinsschraube drehen wird liegt jetzt bei 30% - vor einer Woche war die Chance noch bei 24% veranschlagt worden. 

Die Atlanta Fed berechnet über ihren Echtzeitindikator für das amerikanische Bruttoinlandsprodukt jetzt nur noch ein Wachstum im zweiten Quartal für die US-Wirtschaft von 1,3% von 1,5% vor einer Woche - also was bleibt ist die Gewissheit darum, dass die erste Hälfte des Jahres 2019 wirklich schwach gewesen ist. 

Alles, was man jetzt tun kann, ist zu hoffen, dass die Notenbanken und die Politik die Zeichen der Zeit erkannt haben und es zu einer besseren zweiten Jahreshälfte kommen wird. Da die Unternehmen im Rest des Jahres das aufholen müssen, was sie im ersten Halbjahr verpassten, könnte es durchaus wenn die Rahmenbedingungen passen zu einer Beschleunigung des Wachtums kommen und vermutlich antizipieren das die Aktien, die gerade unisono nach oben ausbrechen.