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Negativzinsen: Was führt EZB-Chef Draghi im Schilde?

Die größte Woche für die Berichtssaison steht vor uns - ein Viertel der Firmen im S&P 500 Index wird Zahlen vorlegen - und gleichzeitig eine EZB-Sitzung, die historisch werden könnte.

Heute kommen mit Halliburton und Whirlpool nur zwei Aktien mit Quartalszahlen aus der Nebenwerteecke, aber morgen geht es dann los mit Coca-Cola, dem Dow-Schwergewicht United Technologies, am Mittwoch kommen dann Boeing, Facebook und AMD, am Donnerstag Amazon, Alphabet, Starbucks und 3M und am Freitag dann noch McDonalds.

77% der Aktien mit Quartalszahlen lagen über Gewinnerwartung, 65% über Umsatzerwartung, das Plus beim Gewinn zum Vorjahr könnte bei positiven +1% liegen, wo ein Rückgang am Anfang der Berichtssaison erwartet wurde. Damit wiederholt sich das Spiel, tief gesetzt Erwartungen werden übertroffen, allerdings auf Kosten des Ausblicks auf das dritte und vierte Quartal, hier gibt es durch die Bank verhaltene Ausblicke.

EZB-Chef Mario Draghi könnte am Donnerstag den Märkten erklären, was er im Schilde führt und damit helfen, das jetzt laufende dritte Quartal vielleicht stimmungstechnisch aufzuhellen für den DAX Kurs, der vor sich hin dümpelt und für Unternehmen, die auf die Kostenbremse treten und eben nicht investieren. Letzte Woche gingen Gerüchte rum über eine komplett neue Ausrichtung der EZB, die eine Inflationierung des Geldsystems temporär auf vielleicht 2,5% oder 3% quasi institutionalisieren würde. Negativzinsen könnten noch negativer werden, wir könnten uns noch mehr von normalen Zinsniveaus der Vergangenheit entfernen. Was die amerikanische Notenbank angeht da diskutiert man nur noch darüber, ob die Leitzinsen jetzt um 25 oder gleich 50 Basispunkte gesenkt werden sollen.

Wir müssen rechnen dass der S&P 500 Index jetzt seit Jahresbeginn 19,5% gestiegen ist, er ist im Juli 1,8% im Plus, nach 7% im Juni. Also mittlerweile kann man wohl davon ausgehen, dass die Wall Street schon sehr viel vorweggenommen hat an guten Nachrichten und was wir jetzt im DAX Kurs sehen ist dass er sich nach einer Rettungsaktion am Freitag unter 12294 Punkten etabliert und damit ohne Zurückerobern dieses DAX Kurses droht, auf 12068 oder im weiteren Verlauf sogar bis 11835 Punkte abzurutschen.

Was wir jetzt im DAX Chart also haben ist ein aktives 123-Top und das gilt solange 12294 Punkte nicht zurückgeholt werden. Allein was mich stört sind die DAX Kurse vom Donnerstag und Freitag, die es aktivieren sollen - das sind zwei Doji-Kerzen, also durchaus ist hier der Wille des Marktes erkennbar, dieses Niveau irgendwie zu verteidigen und zu halten und am Donnerstag kommt die Kavalerie der EZB, das sollte man auf der Short-Seite diese Woche auf jeden Fall auf dem Schirm haben!

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