Marktupdate - DAX-Kurs fällt am Vormittag unter 9.500 Punkte / Neben Krim-Krise liegt der Fokus heute auf den US-Jobdaten
Marktupdate - 07.03.2014 - Stand: 13:10 Uhr Andreas Paciorek / Marktanalyst CMC Markets UK Plc Die Zuspitzung der Situation auf der ukrainischen Halbinsel Krim und Unsicherheiten vor der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten aus den USA lasten bis zum Mittag auf dem DAX. Der deutsche Leitindex fällt* entsprechend im Vormittagshandel unter 9.500 Punkte und auch der MDAX und TecDAX geben nach*. Die Fronten um die Krim-Krise verhärten sich. Auf der einen Seite verhängen die USA und EU Sanktionen gegen Russland. Auf der anderen Seite kündigt der russische Föderationsrat an, dass das Oberhaus des Moskauer Parlaments die Entscheidung der Krim-Bewohner unterstützen werde, sollten diese sich in einem Referendum für einen Anschluss an Russland aussprechen. Die USA verstärken derweil ihre Militärpräsenz in der Region. Wegen der Krim-Krise drohen Konjunkturdaten zu einem Nebenschauplatz zu geraten. Diese sollten trotzdem nicht aus den Augen verloren werden. Am Mittag teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit, dass die Industrieproduktion in Deutschland im Januar um 0,8 Prozent gegenüber dem Dezember zugenommen hat. Der milde Winter habe vor allem im Baugewerbe für einen höheren Ausstoß gesorgt. Der Fokus dürfte am Nachmittag wiedermal auf den US-Arbeitsmarktdaten liegen. In dem diese Woche veröffentlichten Fed Beige Book wurde der Ausnahmewinter in den USA als eine Bremse für die US-Konjunktur genannt. Ökonomen rechnen damit, dass die Wirtschaft, sobald das Wetter wärmer wird, beschleunigt anziehen werde. Nichtsdestotrotz stellt sich die Frage, ob alleine das Wetter für die zuletzt schwachen Konjunkturzahlen verantwortlich ist. Einen Hinweis darauf erhoffen sich Investoren auch von den heute erwarteten Zahlen. Zudem steht diesen Monat wieder die Offenmarktausschuss-Sitzung der amerikanischen Notenbank an, auf der über die US-Anleihekäufe beraten wird. Der Großteil der Marktteilnehmer geht davon aus, dass wenn die Arbeitsmarktzahlen nicht allzu schlecht ausfallen, die amerikanische Notenbank die Reduzierung des Volumens der Anleihekäufe fortsetzen wird. Analysten*** erwarten, dass das US-Bureau of Labor Statistics heute für den Monat Februar 152.000 neugeschaffene Arbeitsstellen** melden wird. Bei der Arbeitslosenquote prognostizieren die Volkswirte einen unveränderten Wert** von 6,6 Prozent***. Zudem wird auch die Handelsbilanz für den Monat Januar erwartet. Bevor die offiziellen Zahlen veröffentlicht werden, nehmen Volkswirte an, dass das Defizit gegenüber dem Vormonat leicht abnimmt auf 38,4 Milliarden US-Dollar***. Vorbörslich handelt der Dow Jones und S&P 500 über den jeweiligen Vortagesschlusskursen. Der EUR zeigt trotz der Krise in der Ukraine gegenüber dem USD Stärke und stieg heute zum ersten Mal seit Oktober 2011 auf über 1,39 US-Dollar, nachdem die EZB gestern die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung im Euroraum dämpfte. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden