Monster-Sturm: Orangensaft und Erdgas gehen durch die Decke

Erdgas ist gestern 4% nach oben gesprungen. Die USA könnten einen starken Hurricane bekommen, der amerikanische Präsident warnt vor einem Monster-Sturm und hat seine Reise nach Polen abgesagt. Der Hurrikan "Dorian" sammelt derzeit über dem westlichen Atlantik Kraft und soll vermutlich am Sonntag oder Montag auf die Südostküste der USA treffen. US-Öl hätte technisch über 57,41 Dollar die Chance auf einen 123-Boden mit einem möglichen Rally-Potenzial bis 61,78 Dollar - und auch Orangensaft reagiert heftig auf den heraufziehenden Sturm, da hat man Angst um Ernteverluste der Zitrusplantagen in Florida. Orangensaftkonzentrat könnte über 105,87 ein 123-Tief aktivieren mit einem möglichen Ziel bei 116,36. In den letzten vier Tagen ist der Preis schon um 11% gestiegen.

DAX vor Bodenbildung?

Was passiert eigentlich wenn der DAX einen Boden abschließt, der US-Markt diesen aber nicht bestätigt? Man wird in die Situation gezwungen sich entscheiden zu müssen ob der DAX richtig liegt oder falsch, wenn er falsch liegt dann wäre heute der richtige Tag für eine satte Bullenfalle, vielleicht ausgehend von der 200-Tage-Linie bei 11921 Punkten. Denn womit wir es im DAX jetzt zu tun haben ist der Versuch, einen Boden abzuschließen - der Boden wäre abgeschlossen wenn er über 11853 Punkten schließen würde, was er gestern zugegebenermaßen noch nicht tat. Ich mag es wenn die Intermarketanalyse Entwicklungen im DAX bestätigt und dort im S&P 500 Index sehen wir zwar ein Annähern an den Widerstand bei 2941 Punkten aber eben auch noch kein Überschreiten per Schlusskurs.

Politik passt sich an Handelskrieg an

Die Märkte reagieren positiv darauf dass China jetzt offenbar wieder mit den USA spricht, so, als wären wir da an diesem Punkt nicht schon gewesen. Das macht wenig Sinn aber das spielt keine Rolle, weil man als Trader darauf angewiesen ist den Preis zu handeln. 

Der Preis für den Yuan ging in den letzten Wochen steil nach unten, das verschafft China Preisvorteile auf den Exportmärkten, setzt das Land aber auch unter Druck, sich gegen Währungsmanipulationsvorwürfe rechtfertigen zu müssen. Japans Zeitung Nikkei berichtet dass Chinas Regierung mit Hochdruck daran arbeite eine Kapitalflucht zu verhindern, indem Banken und Immobilienentwickler aufgefordert würden, das Geld zusammenzuhalten. Also der Handelskonflikt erzwingt Reaktionen der Wirtschaftspolitik und das auch im Weißen Haus, wo man jetzt darüber nachdenkt, Steuersenkungen durchzuführen, um die Belastung aus Strafzöllen für die amerikanischen Bürger abzufedern - Trump hat Angst, dass die Strafzölle auf iPhones und andere Konsumgüter das Weihnachtsgeschäft verhageln könnten.

Apple vor Attacke auf das Allzeithoch?

Übrigens wird Apple sein neues iPhone 11 am 10. September vorstellen, technisch betrachtet haben wir es bei der Apple-Aktie mit einem aktiven 123-Top zu tun, wenn sie es schaffen, 212 Dollar zu einer neuen Unterstützung zu machen könnte es einen bullischen Druckaufbau auf das Allzeithoch geben.