Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen eine Forex-Strategie. Hierbei handelt es sich um eine Trendfolgestrategie, bei der mit Hilfe von bestimmten Linien das Timing für den Einstieg verbessert werden kann. Dadurch kann der Trader ein höheres Chance-Risiko-Verhältnis erreichen.

Trendbestimmung:

Die Trendbestimmung und Markierung der Widerstände und Unterstützungen erfolgen auf einer höheren Zeiteinheit, nämlich am Stundenchart. Der Einstieg kann am 5-Min-Chart erfolgen. Wenn der Kursverlauf eine Sequenz/Abfolge von fallenden Hoch- und fallenden Tiefpunkten generiert, dann ist der charttechnische Trend abwärts und der Trader versucht beim Rücklauf an einen vorherigen Widerstand zu verkaufen (short zu gehen). Der Stop-Loss wird auf das letzte Hoch gelegt. Hier muss die Psychologie des Traders mit der Strategie abgestimmt sein, weil er beim einem Short-Einstieg gegen die kurzfristige Aufwärtsbewegung handelt. Er setzt auf fallende Kurse, wenn der Kurs gestiegen ist. (in einem Long-Trend vica versa).

Abbildung des Trends nach Markttechnik bzw. nach der Trendtheorie von Dow:

 

In der Praxis kann ein Abwärtstrend wie folgt aussehen:

Selbstverständlich hat der Trader die Möglichkeit auch am Stundenchart eine Position aufzunehmen, er muss jedoch beachten, dass je höher die eingestellte Zeiteinheit umso weiter ist der Stop-Loss und auch das Kursziel sollte dementsprechend angepasst werden. Aus diesem Grund arbeiten Daytrader mit 5 oder 15 Minuten Charts.

Anbei sehen Sie einen 15-Minuten-Chart vom EUR/USD mit folgenden Hilfslinien:

  • Hellblaue, doppelte vertikale Linien: die Nachtrange von 0:00 bis 08:00 Uhr
    (ganz exakt bis 07:59:59 Uhr, die 8 Uhr Kerze fällt nicht mehr in die Range)
     
  • Weisse gestrichelte Linien: Tageseröffnungskurs von 0:00 Uhr
     
  • Blaue vertikale Linien: Einteilung der Tage

Die Nachtrange kann in einem intakten Trend bei der Orientierung helfen. Ein mögliches Einstiegs-Setup ist der Ausbruch aus der Range in übergeordnete Trendrichtung. (siehe gezoomtes Bild) Plant der Trader einen Short-Einstieg und der Kurs notiert über die Tageseröffnung und auch über die Nachtrange, dann sinken die statistischen Wahrscheinlichkeiten für eine stärkere Short-Bewegung und der Trader kann sich dazu entscheiden flat zu bleiben, also keine Position aufzunehmen.

In diesem Beispiel wurde die Range an den ersten 3 Tagen nach unten verlassen, am vierten Tag war die Kursbewegung richtungslos und am letzten Tag brach der Kurs zwar nach unten aus, kam dann aber wieder zurück in die Range.

 Umsetzung in einem fallenden Trend:

  1. Einstieg in Short-Richtung bei Ausbruch aus der Range.
  2. Der Stop-Loss kann über die obere Begrenzung der Range gesetzt werden.
  3. Das erste Kursziel ist die Verdoppelung der Range, in einer Trendbewegung kann jedoch die Position auch weiterlaufen gelassen werden.
  4. Auch hier ist die Verwaltung der Position bzw. des Stop-Loss während des Trades wichtig.
  5. Der Stop-Loss kann manuell auf die fallenden Hochpunkte nachgezogen werden.

Wie bei jeder Tradingstrategie ist auch hier das Ergebnis eines einzelnen Trades zufällig bzw. sekundär. Die Masse an Trades gibt erst Aufschluss darüber, ob eine Strategie profitabel ist oder nicht.

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