MARKTUPDATE - DAX setzt Kursverluste fort / Märkte konsolidieren vor Fed-Entscheidung nächste Woche
Marktupdate - 12.12.2013 - Stand: 13:00 Uhr Die Einigung im US-Haushaltsstreit, die einen potenziellen US-Behördenstillstand Anfang nächsten Jahres abwenden könnte, lässt Investoren um die Geldspritze der Fed in Form ihres Anleihekaufprogramms, fürchten. Vor der Offenmarktausschuss-Sitzung am 17. und 18. Dezember, spekulieren Investoren, ob das 85-Milliarden-US-Dollar schwere amerikanische Anleihekaufprogramm reduziert werden könnte und in welchem Ausmaß. Nachdem gestern der DAX bereits abgeben* musste, setzt Abgabedruck auch heute dem deutschen Leitindex zu*, der sich nun mehr und mehr der 9.000-Punkte-Marke nähert. Auch der MDax und TecDax laufen weiter ins Minus*. Die Statistikbehörde Istat veröffentlichte heute die italienische Inflationsrate für den November, die den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren aufweist. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Verbraucherpreise im letzten Monat um 0,7 Prozent. Mit 0,8 Prozent Jahresinflation im November wurde durch das Statistikamt Insee für Frankreich ein leicht höherer Wert vermeldet. Letzten Monat hatte die EZB die Leitzinsen auf einen Rekordtiefstand von 0,25 Prozent gesenkt und dies unter anderem mit der niedrigen Inflation im Euro-Raum begründet. Die EZB strebt eine jährliche Inflationsrate von knapp 2 Prozent an. Die Industrieproduktion im Euro-Raum hat nach heute veröffentlichten Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Prozent abgenommen. Analysten waren von einem leichten Anstieg um 0,2 Prozent*** ausgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg im Oktober die Industrieproduktion in der Eurozone um 0,2 Prozent, wohingegen 1,1 Prozent*** prognostiziert worden waren. Der Dow Jones war gestern mit 0,8 Prozent* und der S&P 500* sogar mit 1,1 Prozent abgerutscht. Vor der Markteröffnung tendieren beide etwas tiefer. Aus den USA werden heute die Zahlen zu den US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe für die letzte Woche erwartet. Prognosen sehen einen Anstieg auf 328.000***, nach dem überraschenden*** Fall auf unter 300.000 in der Vorwoche. Der JPY schwächte sich heute gegen den USD und EUR ab, nachdem der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe, ein zusätzliches Budget über umgerechnet etwa 53 Milliarden US-Dollar für das aktuelle Fiskaljahr, welches im März endet, bewilligt hat. Die zusätzlichen Gelder sollen die letzte Woche verkündeten Maßnahmen finanzieren, die dabei helfen sollen, die Auswirkungen der geplanten Steuererhöhungen abzufedern. Die Bullen in Gold kämpfen nach wie vor mit der potenziellen Widerstandszone um 1.255 US-Dollar, nachdem das Edelmetall noch Anfang des Monats nahe eines 5-Monats-Tiefs gehandelt hatte. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber dem Vorquartal *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Andreas Paciorek / Marktanalyst CMC Markets UK Plc