Marktupdate: DAX pendelt um 10.000 Punkte / Leichte Gewinnmitnahmen in Asien, Rückgang der Industrieproduktion in Deutschland
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Nach einer ereignisreichen Woche in der der monatliche US-Arbeitsmarktbericht aufgrund des „Independence Day“-US-Feiertages am Freitag mit der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag zusammenfiel, ließen es die Anleger letzte Woche ruhig ausklingen. Mit einem der geringsten Umsätze dieses Jahres konnte der DAX zum Wochenende hin die 10.000-Punkte-Marke locker verteidigen. Nach leichten Gewinnmitnahmen in Asien und einem überraschend starken Rückgang der deutschen Industrieproduktion im Mai, beginnt der DAX die neue Handelswoche allerdings mit einem Kampf um die 10.000 Zähler, um die er am Vormittag pendelt. Während die US-Anleger nach dem Knacken der 17.000-Punkte-Marke im Dow Jones scheinbar nicht genug haben und kaum veränderte* Futures bei US-Leitindizes auf eine mögliche Ausweitung der Rekordjagd auf die 2.000-Punkte-Marke im S&P 500 hindeuten, scheinen die europäischen Märkte weiterhin etwas vorsichtiger zu agieren. Dies dürfte zu einem großen Teil auch den zuletzt schwächelnden Konjunkturdaten aus der Währungsunion geschuldet sein. So zeigten heute Morgen veröffentlichte Zahlen zur deutschen Industrieproduktion durch das Bundeswirtschaftsministerium einen Rückgang des Ausstoßes im Mai um 1,8 Prozent gegenüber dem Vormonat, und damit den stärksten Einbruch seit 2 Jahren. Zwar kommentierte das Ministerium, dass die gedrosselte Produktion zu einem erheblichen Teil auf Brückentagseffekte zurückzuführen seien, Analysten*** hatten nichtsdestotrotz im Vorfeld nur mit einer Stagnation gerechnet. Auch die Industrieaufträge sind im Mai mit 1,7 Prozent** stärker als erwartet zurückgegangen, was auf die geopolitischen Verwerfungen der letzten Monate zurückzuführen sein dürfte. Obwohl die meisten Volkswirte von einer anziehenden Konjunktur im dritten Quartal ausgehen, richten sich die Befürchtungen der Anleger im Euroraum auf eine nachlassende wirtschaftliche Dynamik in Deutschland und eine Rezession in Frankreich. Charttechnisch zeigt sich der DAX nach der Rückeroberung der 10.000 Zähler wieder etwas kräftiger. Nachdem Ende Juni der von vielen erwartete Test des ehemaligen Ausbruchsniveaus um 9.800 Punkt für die Bullen erfolgreich verlief, könnten diese nun zu einem Angriff auf das bisherige Allzeithoch bei 10.050 ansetzen und versuchen aus dem Konsolidierungsmuster in Form eines sich weitenden Dreieck auszubrechen. Auf Basis der Fibonacci-Kursprojektion könnte das nächste Ziel bei 10.225 Zählern liegen. Voraussetzung für eine neuaufgelegte Rekordjagd ist allerdings, dass auch die US-Märkte weiterhin mitspielen. Zwar verabschiedeten sich der Dow Jones und S&P 500 zum verlängerten Wochenende beinahe auf ihren Allzeithochs, was für viel Optimismus spricht. Allerdings kann allzu viel Sorglosigkeit auch ein Warnsignal sein. Aktienfonds in den USA verzeichneten in der Woche bis zum 2 Juli die ersten Nettoabflüsse dieses Jahres. Mit dem Beginn der Quartalsberichtsaison, die traditionell mit den Zahlen des US-Konzerns Alcoa am Dienstag eingeläutet wird, mehrt sich nun auch wieder das Enttäuschungspotenzial bei den Unternehmensergebnissen. Die Markterwartung an eine frühere Zinswende in den USA zeigte sich zuletzt an den höher rentierenden US-Staatsanleihen. Hier goss der US-Notenbanker James Bullard mit seiner Prognose einer Zinserhöhung in den USA schon im ersten Quartal 2015, zusätzlich Öl ins Feuer. Im DAX ist heute die Aktie der Deutschen Lufthansa gefragt und schwingt sich mit einem Plus von knapp 1 Prozent* an die Spitze des Index. Die Bekanntgabe eines Joint Ventures und der Bildung eines neuen Gemeinschaftsunternehmens mit Air China stimulierte die Fantasie der Anleger. Größter Verlierer im DAX ist gegenwärtig das Papier der Deutschen Börse Group mit einem Verlust von rund 2,5 Prozent*. Die schweizer Großbank Credit Suisse stufte die Aktie von „Neutral“ auf „Underperform“ herunter und begründete dies damit, dass das Unternehmen kurzfristig kaum Spielraum für Aktienrückkäufe und Dividendenerhöhungen habe. Darüber hinaus wird in der Studie mit einem schwächer als erwarteten Volumen bei börsennotierten Derivaten ausgegangen. Nach den guten US-Arbeitsmarktdaten letzte Woche zeigt sich der USD zunächst wieder stärker. Der EUR fiel zunächst bis auf knapp 1,3580 US-Dollar zurück, bevor Nachfrage an dieser charttechnischen Unterstützung zu einer leichten Erholung bis auf aktuell knapp 1,3600 US-Dollar führte. Eine langfristige Aufwärtstrendlinie aus dem 2012-Tief handelt nun mit knapp 1,3540 US-Dollar in unmittelbarer Nähe. So lange diese allerdings nicht unterschritten wird, könnten weitere Erholungsversuche des EUR gesehen werden. Vor Eröffnung des Präsenzhandels, tendieren sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 mit einem Abschlag von rund 0,1 Prozent und damit nur leicht unter dem Donnerstags-Schlusskurs, mit dem neue Rekordhochs erreicht wurden. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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