Marktupdate - DAX verharrt unterhalb 9.600 Punkten / Krim-Krise, EZB-Entscheid und US-Jobdaten im Fokus

Marktupdate - 06.03.2014 - Stand: 11:39 Uhr Andreas Paciorek / Marktanalyst CMC Markets UK Plc Die Gemengelage aus Krim-Krise, Warten auf den EZB-Entscheid und US-Jobdaten, als auch Sorgen um die Dynamik der chinesischen Wirtschaft, versetzt den DAX gegenw├Ąrtig in Lauerstellung. Bis zum Mittag legt der DAX, sowie die zweite Reihe aus MDAX und TecDAX leicht zu*. Sind das bereits die Vorzeichen einer Spaltung der Ukraine und damit auch Europas? Laut der Nachrichtenagentur Ria hat das Parlament der ukrainischen Halbinsel Krim nach russischen Angaben einstimmig f├╝r einen Anschluss an Russland gestimmt. Auch wenn Volkswirte*** erwarten, dass die Europ├Ąische Zentralbank ihren Leitzins von derzeit rekordniedrigen 0,25 Prozent vorerst unver├Ąndert l├Ąsst, warten Anleger auf die offizielle Bekanntgabe heute Nachmittag. Die weiterhin niedrige Inflationsrate im Euroraum (0,8 Prozent auf Jahressicht im Februar) sorgte immer wieder f├╝r Spekulationen ├╝ber eine Senkung des Zinssatzes. Investoren interessieren sich vor allem auch f├╝r die EZB-Prognose zur Entwicklung der Wirtschaft im Euroraum und zur erwarteten Inflationsentwicklung. ├ťberraschungen k├Ânnten auch in Form der Verk├╝ndung von unkonventionellen Ma├čnahmen zur Ankurbelung der Kreditvergabe in S├╝deuropa warten. Um 14:30 Uhr deutscher Zeit wird dann auch noch eine Rede des EZB-Pr├Ąsidenten Draghi erwartet. Die Pr├Ąsentation der Gesch├Ąftszahlen und die Ank├╝ndigung einer Dividendenerh├Âhung erfreuen die Anleger des DAX-Unternehmens Continental, die die Aktie nachfragen* und den Wert auf einen Rekordhoch heben. Das Unternehmen erwartet f├╝r die ersten 3 Monate dieses Jahres ein Umsatzplus von drei bis vier Prozent. Die Telekom-Aktie wiederum gibt am Vormittag ├╝ber 3 Prozent* ab. Zwar kann das Unternehmen Wachstum in den USA vermelden, senkt aber gleichzeitig die Prognose. Nach dem schwachen ADP-Jobreport von gestern, warten Investoren heute auf die Ver├Âffentlichung der Zahlen zu Erstantr├Ągen auf Arbeitslosenunterst├╝tzung in den USA f├╝r die letzte Woche. Analysten erwarten hier 335.000 Antr├Ąge*** nach 348.000 in der Vorwoche. Zudem werden aus den USA die Auftragseing├Ąnge f├╝r langlebige Gebrauchsg├╝ter f├╝r den Januar erwartet. Vorb├Ârslich handelt der Dow Jones und S&P 500 gegenw├Ąrtig etwas ├╝ber den jeweiligen Vortagesschlusskursen. * Gegen├╝ber dem Vortagesschlusskurs ** Gegen├╝ber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verf├╝gung gestellt werden